Ladestation: Aufwind für das Radeln unter Strom

Ladestation : Aufwind für das Radeln unter Strom

Insgesamt vier Ladestationen sollen E-Biker in Dillingen künftig mit Strom versorgen. Die erste Anlage steht.

Immer häufiger stehen Fahrräder unter Strom. Damit die Akkus dieser E-Bikes auch unterwegs gefüllt werden können, haben die Stadtwerke Dillingen in der Feldstraße eine erste Ladestation errichtet. Weitere drei folgen im Stadtgebiet von Dillingen. Am Montagnachmittag brachte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger den symbolischen Scheck für die Fördermittel. 77 289 Euro stellt das Ministerium für insgesamt vier Ladestationen bereit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 120 000 Euro, sagte Arno Minn, Leiter der Stadtwerke.

Gleich neben den Stadtwerken steht die erste überdachte und in blau gehaltene Station. Sechs Schließfächer hat sie, jedes davon mit Tastenfeld für den persönlichen Nummerncode. Im Innern ist Platz für den Schutzhelm und andere Utensilien. Vor allem aber eine Steckdose für Ladegerät und Akku. „Jeder, der das nutzt, muss sein eigenes Ladegerät mitbringen“, sagte Minn. Denn davon gebe es eine zu große Vielfalt, man könne deshalb nicht für jedes E-Bike ein Ladegerät bereitstellen.

Um Appetit aufs E-Bike zu machen, sind für 5000 Euro zwei Pedelecs zur Probefahrt angeschafft worden. Die Förderung liegt hier bei 50 Prozent. Diese Räder erleichtern das Radeln mittels Elektromotor. Als „zukunftsweisende Investition“ bezeichnete Minn diese neue Infrastruktur. Bis Ende September sollen noch Stationen mit vier Schließfächern in der oberen Stummstraße sowie beim Bootshaus am Yachthafen entstehen. Die größte mit acht Schließfächern ist nahe dem Bahnhof auf dem Hoyerswerdaplatz vorgesehen.

Gegen ein Entgelt von 50 Cent kann so ein Schließfach zwölf Stunden lang genutzt werden. Genug Zeit für Besorgungen oder Ausflüge zu Fuß. Der Ladestrom selbst ist kostenlos, die Station ist 24 Stunden zugänglich. Elektrofahrräder hielt Ministerin Rehlinger für eine gute Lösung für Fahrten in unserer hügeligen Landschaft. Sie könnten aber auch ein Baustein sein für neue Verkehrsstrukturen in der Stadt. „Das kann helfen Staus und Schadstoffe zu vermeiden.“

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