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Santa-Lauf
Atemlos durch den Weihnachtszauber

Kurz nach dem Start in Dillingen biegen die Santa-Läufer in die Stummstraße ein.
Kurz nach dem Start in Dillingen biegen die Santa-Läufer in die Stummstraße ein. FOTO: Johannes A. Bodwing
Dillingen. 432 Läuferinnen und Läufer gingen dieses Jahr beim Santa-Lauf in Dillingen auf die Strecke und spendeten damit für den guten Zweck.

„Die Engelfamilie“, schwärmten die beiden Jüngsten gut gelaunt am Kofferraum des Familienautos. Lara, 8, und Emely, 6, verwandelten sich mit Hilfe von Mutter Katharina in sportliche Engelchen. Aus Kusel stammten sie, und der richtige Familienname sei Zimmer. Nicht jeder war ein Weihnachtsmann, der am Donnerstagabend durch die Dillinger Innenstadt lief. Beim 11. „Santa-Lauf“ hatten auch irische Elfen ihren Spaß, zweibeinige Rentiere und sogar ein rennender Tannenbaum. 432 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke. Von jedem Startgeld landete ein Euro bei der Aktion Wunschbaum. Das machte 432 Euro für einen guten Zweck. Die Aktion Wunschbaum wurde 2006 gegründet. Sie erfüllt bedürftigen Kindern Wünsche, die vom Christkind nicht mal kleinste Dinge bekommen.


Schon vor dem Start zum Santa-Lauf ging es auf dem Odilienplatz bunt und gut gelaunt her. Trikots und Kostüme wurden in Form gebracht, noch ein paar Dehnübungen, dann legte das weihnachtliche Läuferfeld los. Den Startschuss gab Stefan Schmitt, erster Beigeordneter der Stadt Dillingen. Mit Elan bogen sie in die Stummstraße ein. 2,5 Kilometer hatten Schülerinnen und Schüler zu bewältigen. Die doppelte Strecke legten Erwachsene zurück. Schnellste Läuferin wurde Cornelia Thon. „22:06“, sagte sie hinter der Ziellinie mit einem Blick auf ihren Zeitmesser am Handgelenk. Die Zeitnehmer stoppten sogar ein paar Sekunden weniger. „Das war echt schön“, schwärmte sie von der abendlichen Strecke. Andere waren da noch unterwegs, vorbei an beleuchteten Tannenbäumen und hellen Schaufenstern. Der Tannenbaum auf Turnschuhen war Markus Schneider aus Mitlosheim. „Da hat nichts gepickt“, sagte er zum angehefteten nadeligen Schmuck. „Aber ich habe zwei Glocken verloren.“ Ursprünglich war ein Rentierschlitten geplant, doch einige Mitmacher fielen aus. Ein Tannenbaum sollte es dann sein, „aber kein Kostüm, das man kaufen kann“. Am Vorabend habe er bis in die Nacht Zweige und Kugeln befestigt. Auf den Kopf kam schließlich noch eine golden glänzende Tannenbaumspitze. Viel Fantasie zeigten die Läuferinnen und Läufer. Mal war es ein Pulk von Schneeflocken, dazwischen ein Spider-Nikolaus und Tierkostüme in eiligen Schritten. Das Team „Die Plätzja“ lief als Lebkuchen und mit Plätzchenblech. „Essen würde ich die nicht, die sind besprüht“, hieß es nach dem Lauf. „Aber bei mir hat hinten schon einer geknabbert.“

Die Siegerehrung war umweht vom Duft von Waffeln, Crêpes, Reibekuchen und Glühwein. Auf der Bühne auf dem Odilienplatz machte die Rock‘n’Roll-Band „McMurphy“ Platz für die besten Teilnehmer. Sieben Kategorien wurden ausgezeichnet. Auf der 2,5 Kilometer-Strecke wurde Giulia Hillen mit einer Zeit von 12:26 schnellste Schülerin. Schnellster Schüler war Noah Hirtz, 10:59. Die 5-Kilometer-Strecke bewältigte Cornelia Thon mit 21:00 als schnellste Weihnachtsfrau. Schnellster Weihnachtsmann wurde Torsten Jacob mit 17:22. Den Sonderpreis als schönste Elfen bekamen Stefanie Glatigny-Andrä und Simone Hilt. „Die Plätzja“ wurden für die schönste Kostümgruppe ausgezeichnet. Die stärksten Läufergruppen brachten 22 Teilnehmer auf die Strecke (Judo Club Ford) und 30 (SSV Pachten). Noch eins drauf legte die Laufschule Saarlouis-Merzig mit 31 Läuferinnen und Läufern. Dafür nahmen sie Pokal und Preis entgegen.



„Die Plätzja“ waren die schönste Kostümgruppe beim Santa-Lauf in Dillingen.
„Die Plätzja“ waren die schönste Kostümgruppe beim Santa-Lauf in Dillingen. FOTO: Johannes A. Bodwing
(az)