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Antattack-Festival zieht um nach Neunkirchen

Antattack-Festival zieht um nach Neunkirchen

Raus aus dem Dillinger Lokschuppen, rein in die Neunkircher Gebläsehalle. Das Antattack-Festival zieht um. Über die Hintergründe klärten die Veranstalter nun auf.

Fünf Jahre in Folge wurde der alte Güterbahnhof in Dillingen im April vom Lok- zum Rockschuppen. Das Antattack-Festival lockte beim letzten Mal bis zu 1500 Besucher aus nah und fern nach Dillingen . Doch jetzt zieht das mittlerweile legendär gewordene Punk-Rock-Event um, nach Neunkirchen in die Gebläsehalle. "Wir haben uns in Dillingen leider nicht mehr willkommen gefühlt", berichtet Stefan Mohr, Mitglied des Veranstaltertrios.

Beim Festival in diesem Frühjahr sei es zu einer Auseinandersetzung zwischen der Dillinger Polizei und einem Besucher gekommen. "Das war das erste Mal, dass es auf einem unserer Veranstaltungen Streitigkeiten mit Polizei und Besuchern gegeben hat", erzählt der Veranstalter.

Er und sein Team bringen jährlich mehrere Punk- und Rockkonzerte im Kreis Saarlouis auf die Bühne. Dazu sollte ursprünglich auch das der Band "WIZO" Ende Oktober gehören. "Im Vorgespräch teilte uns der Dillinger Bürgermeister dann aber mit, dass das Konzert nicht im Lokschuppen stattfinden darf", erzählt Mohr. Der Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg erwidert auf Anfrage: "Es gab Sicherheitsbedenken in Bezug auf die Räumlichkeiten und das Gelände des Lokschuppens." Daraufhin habe man sich gegen die Vermietung des Lokschuppens und gegen eine finanzielle Beteiligung der Stadt entschieden.

Mohr und sein Team sind dann nach Völklingen ausgewichen. Das Konzert verlief dort ruhig und ohne Zwischenfälle. Man habe jetzt keinen "Krach" mit der Stadt, sagt Mohr. Trotzdem hätten die Veranstalter sich dafür entschieden, auch mit dem Antattack-Festival umzuziehen.

"Die Neunkircher freuen sich schon auf uns. Ein bisschen schade ist es halt für die Rockfans aus dem Saarlouiser Kreis", meint der Veranstalter. Allerdings dürfen die noch hoffen: "Wenn wir dort nicht glücklich werden, dürfen wir zurückkommen. Das hat uns der Bürgermeister versprochen", sagt Mohr.