125 Jahre Pfarrei St. Maximin Pachten

Pfarrei : St. Maximin Pachten feiert 125-Jähriges

Nach der erfolgreichen Stuhl-Aktion über Ostern stehen nun auch wieder die original Kirchenbänke. Die Renovierung der Kirche St. Maximin im ältesten Dillinger Stadtteil ist damit abgeschlossen. Nun kann das 125-jährige Bestehen der 1893 erbauten Kirche gefeiert werden.

Los geht es am Dienstag, 1. Mai, mit einem Festhochamt um 17 Uhr. Gestaltet wird der Gottesdienst als Turmbläsermesse vom Pachtener Kirchenchor Chorklang und den Turmbläsern des Musikvereins Dillingen-Pachten. Der Höhepunkt der Festlichkeiten folgt am Pfingstsonntag, 20. Mai, 17 Uhr, mit der Aufführung des Requiems ‚Suite Antique Magnificat‘ von John Rutter. Mitwirkende sind der Kirchenchor Chorklang, Mitglieder der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern sowie als Solisten die Sopranistin Elizabeth Wiles und Flötistin Martina Scharfe. Karten für das Konzert gibt es im Büro der Pfarrei St. Maximin.

Rund um die Pfarrkirche wird am Sonntag, 27. Mai, das Jubiläums-Pfarrfest gefeiert. Eine Familienmesse beginnt um elf Uhr in deutscher und italienischer Sprache. Danach geht es weiter mit einem bunten Unterhaltungsprogramm, Essen und Trinken sowie einer Tombola.

Ein älteres Kirchengebäude aus dem 12. Jahrhundert am Standort der heutigen Kirche wurde im Jahr 1890 abgerissen. Nach Plänen des Rodener Architekten Wilhem Hector wurde in den darauffolgenden Jahren die Kirche im neugotischen Stil erbaut. Die erste Fertigstellung des Gebäudes erfolgte 1893; endgültig fertig wurde die Innenausstattung 1894/95. Die Kirchenweihe fand am 1. Mai 1896 statt.

Noch vor der Einweihung wurde die Kirche am 28. Juli 1895 erstmals beschädigt. Das Dach des Kirchturms wurde Opfer eines heftigen Sturmes. Schwere Schäden erlitt die Pachtener Kirche im Zweiten Weltkrieg. Nach der Explosion eines Munitionszuges im August 1944 war die Kirche sogar vom Einsturz bedroht. Beseitigt wurden die größten Schäden direkt nach dem Krieg sowie bei umfassenden Renovierungsmaßnahmen in den 1960er und 70er Jahren. Bei der aktuellen Renovierung wurde ein Marienbild entdeckt, das aus den Jahren 1895 bis 1900 stammt und seit den Renovierungen Mitte des letzten Jahrhunderts „unter Putz lag“.

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