Diakonie Saar in Saarlouis: Rehlinger eröffnet Beratungsstelle "Frau und Beruf"

Bei der Diakonie Saar : Neue Beratung zu „Frau und Beruf“

Arbeitsministerin Anke Rehlinger hat am Donnerstag die neue Beratungsstelle „Frau und Beruf“ bei der Diakonie Saar in Saarlouis eröffnet. Mit deren Hilfe sollen Frauen individuell und ganz konkret unterstützt werden, Arbeit zu finden.

Rehlinger erklärte: „Das Saarland muss gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels das Beschäftigungspotenzial von Frauen noch erheblich besser nutzen als bisher. Ich bin mir sicher, dass wir es mit der Beratungsstelle in Saarlouis schaffen, Frauen in den nächsten Jahren wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen.“

Im Fokus stehen Berufsrückkehrerinnen, Wiedereinsteigerinnen sowie die „stille Reserve“, also die Frauen, die noch nie gearbeitet haben oder schon längere Zeit aus dem Beruf ausgeschieden sind. Die Beratung will die berufliche Identität der Frauen stärken und bei der Orientierung für eine Erwerbstätigkeit unterstützen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Sensibilisierung der Unternehmen für eine familienfreundliche Personalpolitik, teilt das Ministerium mit.

„Die beruflichen Biografien von Frauen sind oft noch geprägt durch Brüche“, sagte Anne Fennel, Geschäftsführerin der Diakonie Saar. „Die Frauen, die zu uns kommen, haben oft selbst schon viel versucht, um beruflich wieder Fuß zu fassen. Dabei sind sie gescheitert.“

Fennel betont daher, wie wichtig die Unterstützung durch die Beratungsstelle „Frau und Beruf“ für die Ratsuchenden ist. Nicht selten befänden sich die Frauen in handfesten Lebenskrisen und trauten sich selbst kaum noch etwas zu. In der Beratungsstelle finden Betroffene kompetente Hilfe. „Wir beraten, ermutigen und unterstützen bei der Umsetzung einer realistischen beruflichen Perspektive.“

Wie das Ministerium mitteilt, ist die regionale Beratungsstelle in Saarlouis ein Baustein im Landesprogramm „Frauen in Arbeit“. Für dieses stehen im Landeshaushalt pro Jahr 715 000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus stehen durch die Kofinanzierung aus ESF weitere Mittel zur Verfügung. „Bisher hatten wir jeweils eine Beratungsstelle im Saarpfalz-Kreis und in Neunkirchen. Durch die Landesmittel können neben Saarlouis weitere regionale Beratungsstellen landesweit eingerichtet werden“, erklärt die Ministerin.

Ein weiterer Baustein im Landesprogramm ist die Netzwerkstelle „Frauen im Beruf – FiB“, die seit Januar 2017 Frauen überregional vernetzt.

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