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Der Mann, der die Mauer öffnete

Der Mann, der die Mauer öffnete

Lebach. Einen Blick auf die Ereignisse am 9. November 1989 wirft Gerhard Haase-Hindenberg in seinem Buch "Der Mann, der die Mauer öffnete" am Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr, in der Stadtbücherei im Rathaus Lebach. Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Bibliothekswoche in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lebach statt. Berlin, 13

Lebach. Einen Blick auf die Ereignisse am 9. November 1989 wirft Gerhard Haase-Hindenberg in seinem Buch "Der Mann, der die Mauer öffnete" am Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr, in der Stadtbücherei im Rathaus Lebach. Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Bibliothekswoche in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lebach statt. Berlin, 13. August 1961: Harald Jäger, Arbeiterkind und glühender Kommunist, ist als 18-jähriger Grenzpolizist dabei, als in der Hauptstadt der DDR die Mauer gebaut wird. Er kann nicht ahnen, welch bedeutende Rolle ihm einmal zufallen wird, als er sich 1961 freiwillig zum dreijährigen Dienst bei der DDR-Grenzpolizei meldet. Aus einem kommunistischen Elternhaus stammend, lässt er sich vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) anwerben, durchläuft die Kaderschmieden der SED und die geheime Hochschule des MfS, arbeitet als Fahndungsoffizier und spezialisiert sich in der Terrorabwehr - eine DDR-Musterkarriere. Welche Erfahrungen führen dazu, dass ausgerechnet Harald Jäger das Ende seines Staates besiegelt? Welche dramatischen Szenen spielen sich in der Nacht des 9. November hinter den Kulissen jenes Berliner Grenzübergangs ab, ehe er den Befehl verweigert und auf eigene Faust den Schlagbaum öffnet? Berlin, 9. November 1989: Harald Jäger, Oberstleutnant der Staatssicherheit, lässt um 23.20 Uhr den Schlagbaum am Grenzübergang Bornholmer Straße öffnen - entgegen dem Befehl seiner Vorgesetzten. Wenige Minuten später geht die Nachricht um die Welt: "Die Mauer ist gefallen!" In Gesprächen mit Harald Jäger förderte der Publizist Gerhard Haase-Hindenberg den Schlüssel zum Verständnis dieser Handlung zutage. Ihm erzählte Jäger zum ersten Mal von seinen Erlebnissen als Grenzpolizist und Oberstleutnant einer Passkontrolleinheit; ihm offenbart er skandalöse Interna aus der Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit. Mutig und offen geht Jäger dabei nicht nur mit dem Überwachungssystem der Staatssicherheit, sondern auch mit der eigenen Person ins Gericht. Gerhard Haase-Hindenberg trägt das Zeitgeschehen vor. Harald Jäger steht in der Veranstaltung für Fragen zum Thema zur Verfügung. red/abEintritt: vier Euro Erwachsene, zwei Euro Schüler, Studenten, Jugendliche. Kartenvorverkauf: Stadtbücherei Lebach, Rathaus, Volkshochschule Lebach, Dillinger Straße 67. Abendkasse ab 19 Uhr. Reservierungen über Telefon (06881) 59 230 oder per E-Mail: reichert@lebach.de.