Traurige Nachricht Corona: Jetzt schon fünf Todesfälle in Schmelzer Pflegeheim (update)

Schmelz · Weiterhin schlechte Nachrichten aus dem Schmelzer Pflegeheim Vitarium. Mittlerweile sind dort bereits fünf der am Coronavirus erkrankten Bewohner gestorben.

Corona in Schmelzer Pflegeheim: Fünf Tote, weitere Pfleger infiziert
Foto: dpa/Oliver Berg

Wie der Landkreis Saarlouis am Freitagabend mitteilte, hat es in dem Heim zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Am Mittwoch hatte eine Sprecherin drei Fälle bestätigt. Dabei handelte es sich um Männer, zum genauen Alter machte die Sprecherin des Kreises keine Angaben. Zu den jüngsten beiden Fällen teilte der Kreis auch nicht mit, ob es sich bei den verstorbenen Bewohnern um Männer oder Frauen handelte.

Anfang April hatte es in der Einrichtung in Schmelz einen ersten bestätigten Corona-Fall bei einem 81-jährigen Mann gegeben, am 6. April meldete der Landkreis dann bereits 30 betroffene Patienten. Das ist mehr als die Hälfte der Bewohner der Einrichtung, die nach eigenen Angaben über insgesamt 54 Betten verfügt. Zudem sind 18 Mitarbeiter infiziert.

Was zunächst noch Hoffnung machte: Lange Zeit sah es so aus, als sollte die Erkrankung nicht allzu schwer verlaufen. Das änderte sich dann aber offenbar über Ostern.

Auch in anderen Einrichtungen nahm die Zahl der Todesfälle in den vergangenen Tagen zu. Besonders schlimm ist die Seniorenresidenz Viktoria in Püttlingen betroffen. Hier gab es seit Ausbruch der Pandemie 16 gemeldete Corona-Todesfälle.

Nach Recherchen des Saarländischen Rundfunks (SR) hat sich die Zahl der Corona-Fälle in Pflegeheimen des Saarlandes innerhalb der vergangenen Woche verdoppelt. Von den 13 800 Bewohnern der saarländischen Seniorenheime seien derzeit rund 250 mit dem Coronavirus infiziert. 53 davon befänden sich in stationärer Behandlung.

Derzeit laufen Vorbereitungen der Landesregierung, alle Bewohner und Mitarbeiter der saarländischen Pflege- und Seniorenheime auf das Virus zu testen. Demnach sollen Pflegeheimbewohner insgesamt zweimal im Abstand von einer Woche und das Pflegepersonal fortlaufend zweimal die Woche untersucht werden. Zunächst sollten Einrichtungen getestet werden, in denen bisher keine Coronafälle aufgetreten seien, hieß es.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort