1. Saarland
  2. Saarlouis

Corona-Fälle im Schmelzer Pflegeheim Vitarium nehmen weiter stark zu

Zahl der Betroffenen hat sich verdreifacht : Schon 46 Corona-Fälle in Schmelzer Pflegeheim: Virus breitet sich weiter aus (Update)

Mittlerweile sind 46 Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung von dem Virus betroffen. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Die Zahl der Corona-Fälle im Schmelzer Pflegeheim Vitarium ist in den vergangenen Tagen weiter rasant angestiegen.

Wie eine Sprecherin des Landkreises Saarlouis am Montag-Nachmittag auf SZ-Nachfrage mitteilte, sind mittlerweile 30 Patienten positiv auf das Virus getestet worden. Das ist mehr als die Hälfte der Bewohner der  Einrichtung, die nach eigenen Angaben über insgesamt 54 Betten verfügt.

Zudem sind mittlerweile 16 Mitarbeiter des Pflegeheims von dem Virus befallen, zuvor waren es drei. Seit Donnerstag hat sich die Zahl der infizierten Bewohner und Mitarbeiter damit verdreifacht.

Immerhin scheint keiner der Betroffenen schwer erkrankt zu sein.  „Die betroffenen Patienten befinden sich alle in der Einrichtung in Quarantäne, die positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne“, teilte der Landkreis mit. In der vergangenen Woche waren drei Heimbewohner zur Behandlung in das Lebacher Caritas-Krankenhaus verlegt worden. Sie konnten laut Angaben des Landkreises vom heutigen Dienstag mittlerweile aber wieder in das Heim zurückkehren.

Am vergangenen Mittwoch war ein erster Corona-Fall in der Einrichtung bekannt geworden, damals wurde das Virus bei einem  81-Jährigen  festgestellt. Auch er kam zwischenzeitlich ins Lebacher Krankenhaus, ist aber wieder zurück in Schmelz.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes waren am Donnerstag in dem Heim, „um die Einrichtung beim Umsetzen der Quarantänemaßnahmen zu unterstützen.“  

Wie der Saarländische Rundfunk meldet, geht das saarländische Gesundheitsministerium landesweit von insgesamt rund 130 infizierten Bewohnern in Pflegeheimen aus, mehr als jede sechste Einrichtungen sei betroffen. Das wären rund 25 Einrichtungen. Die saarländische Pflegegesellschaft war zuvor laut SR von zwölf betroffenen Heimen ausgegangen.