Bratkartoffeln klar vor Fritten

Kartoffel-Umfrage : „Mag ich nicht“, gibt’s fast nicht

Menschen, die keine Kartoffeln mögen, muss man mit der Lupe suchen. Und der Favorit sind mit großem Abstand – hätten Sie’s gedacht? – die Bratkartoffeln.

Bauchgefühl, das ist es, was uns die Kartoffel bereitet. Aber nicht nach diesem, sondern nach den Vorlieben bezüglich der Knolle haben wir in einem SZ-Umfrage-Center online gefragt. 206 Leute haben sich beteiligt. Wie üblich beim Umfrage-Center, ergibt das kein repräsentatives Ergebnis. Aber ein Stimmungsbild lässt sich erkennen – in diesem feinen Fall ein sehr deutliches.

Die ersten Antworten zeigen: „Mag ich nicht“ gibt es so gut wie überhaupt nicht. 99 Prozent mögen Kartoffeln. Nur zwei Leute (ein Prozent) mögen sie nicht und essen stattdessen Brot oder Nudeln (je eine Nennung).

Nicht ganz so überwältigend aber ebenfalls sehr deutlich verteilt sich die Häufigkeit der Erdäpfel auf dem Speiseplan. 56 Prozent (116 Leute) kreuzen „zwei-, dreimal pro Woche“ an. „Etwa einmal pro Woche“ folgt auf Platz zwei (24 Prozent/50) vor „(fast) täglich“ (17/34). „Seltener sagen gerade mal sechs Teilnehmer (3 Prozent) und niemand „(so gut wie) nie“.

Eine Parallel-Befragung im Freundeskreis ergab eine große Bandbreite von Tipps, was denn wohl von der Deutschen liebster Knolle der Teilnehmer liebste Zubereitungsart wäre. Keiner hätte das in dieser Deutlichkeit gedacht: Über die Hälfte der Teilnehmer setzen Bratkartoffeln auf den Spitzenplatz (108/52 Prozent). Im Kopf-an-Knolle-Rennen um die Plätze landen weit abgeschlagen Pommes frites auf Platz zwei (27/13) vor Salzkartoffeln (25/12) und Pellkartoffeln (23/11). Selbstverständlich passt nicht jede Kartoffelbeilage zu jedem Gericht, aber gefragt war hier nur der Favorit. Und so sind die Alternativvorschläge auch rar gesät. Genannt werden Gratin, Rosmarin- und Ofen- oder Blechkartoffeln sowie ein paar Mal Klöße.

Sollten hier alle Varianten aufgeschrieben werden, die die Teilnehmer als Mundartausdrücke für die Kartoffeln kennen, würde der Rahmen gesprengt. Kromper und Grumper in diesen und ähnlichen Schreibweisen, häufig nahe an „-beeren“ sind aber wohl am gebräuchlichsten.

Bleibt die Frage nach der liebsten einheimischen Kartoffelspezialität. Weil es nicht zum Ankreuzen, sondern als offene Frage gestellt war, kommt hier der gesamte Schatz der saarländischen Kartoffelküche zu Ehren: Dibbelabbes, Gefillte oder Kartoffel mit Lyoner und viele mehr werden genannt.

Foto: SZ/Müller, Astrid

Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen will, muss sich nur einmalig registrieren. Die Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.