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Brand in Mehrfamilienhaus in Saarlouis: Brandstifter in Frankreich festgenommen

Wegen versuchten Mordes gesucht : Mutter und Kind erlitten Rauchgasvergiftung - Mutmaßlicher Brandstifter in Frankreich festgenommen

In dem Mehrfamilienhaus in Saarlouis hatte es am 15. November gebrannt. Jetzt wurde 40-Jähriger festgenommen, der als dringend tatverdächtig gilt.

Die Brandermittler des Landespolizeipräsidiums hatten bei der Untersuchung des Tatorts festgestellt, dass der Brand vorsätzlich gelegt worden war. Eine 33-jährige Frau und ihre elfjährige Tochter erlitten dabei eine Rauchgasvergiftung. Der Täter hatte das Feuer in der Nacht gelegt, Mutter und Tochter wurden durch die Brandgeräusche wach und mussten über das Dach des Hauses zu einem Nachbar flüchten.

Die Tat wurde in der Folge von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken als besonders schwere Brandstiftung sowie als versuchter Mord gewertet. Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich schließlich ein dringender Tatverdacht gegen einen 40-Jährigen aus dem Kaukasus mit Wohnsitz im Departement Meurthe-et-Moselle in Frankreich.

Nachdem das Amtsgericht Saarbrücken einen europäischen Haftbefehl gegen den Mann erlassen hatte, konnte die französische Polizei den Mann am 9. Dezember an seiner Arbeitsstelle verhaften. Er sitzt nun in einem französischen Gefängnis und soll in Kürze ins Saarland ausgeliefert werden.