Wie die Weiher entstanden

Bous. "Kein Geld, kein Fischgewässer", beschreibt eine Chronik die Anfänge des Bouser Angelsportvereins. 1958 hatten 17 Angelfreunde den ASV Bous aus der Taufe gehoben. Daraus wurde über 50 Jahre hinweg ein Fischerei-Refugium mit großen Weihern, Gastronomie und Wanderwegen. Aber auch die Grundlage für das heutige Naherholungsgebiet Bommersbachtal. Am 30

 Die Fischerhütte am Weiher im Bommersbachtal. Foto: Bodwing

Die Fischerhütte am Weiher im Bommersbachtal. Foto: Bodwing

Bous. "Kein Geld, kein Fischgewässer", beschreibt eine Chronik die Anfänge des Bouser Angelsportvereins. 1958 hatten 17 Angelfreunde den ASV Bous aus der Taufe gehoben. Daraus wurde über 50 Jahre hinweg ein Fischerei-Refugium mit großen Weihern, Gastronomie und Wanderwegen. Aber auch die Grundlage für das heutige Naherholungsgebiet Bommersbachtal. Am 30. November 1958 wurde der ASV im "Petri Hof" gegründet, von Herbert Becker, Edgar Becker, Willy Dahlem, Nikolaus Heckmann, Hans Kreis, Dieter Kreutz, Fritz Neisius, Karl Neufing, Kurt Neufing, Hans Seidel, Karl Walter, Peter Weiland, Otto Wolf, Willi Zwer sowie Franz, Gottfried und Peter Gier. Wasser und Fische brachten Franz und Gottfried Gier in den Verein mit. Sie übertrugen ihre Rechte an Teilen des Bommersbaches und einem weiteren Fischerei-Gewässer auf den Verein. Aber noch fehlten die Weiher, was sich durch eine Anlage im Sumpfgelände bei der Lauers Mühle am Bommersbach ändern sollte. Ab Januar 1961 kümmerte sich eine vierköpfige Weiherbau-Kommission um Durchführung und Überwachung der Arbeiten. Und schon ein Jahr später wurden 24 Zentner Rotaugen im neuen Weiher eingesetzt. Statt auszuruhen hieß es dann: Zu diesem schönen Weiher fehlt noch eine schöne Fischerhütte. Wie wäre es, wenn wir uns vornehmen würden, noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen? Im August 1962 wurde der Mühlenweiher öffentlich eingeweiht, die Schutzhütte war im Mai 1963 fertig. Im Februar 1965 startete der ASV Bous mit einem Fischerball ins Kulturleben der Gemeinde. Der neue Schwanenweiher wurde im August 1966 geflutet, 1972 war der zweite Bauabschnitt der Fischerhütte abgeschlossen, 1974 der Bau des heutigen Entenweihers. Neben den Weihern stehen dem ASV noch über 20 Kilometer Fließgewässer an der Saar zur Verfügung.Wasser im Tal wurde knapp Doch 1975 wurde das Wasser im Bommersbachtal knapp. Vermutlich durch den steigenden Bedarf an Trinkwasser sowie Entnahmen für das Bouser Schwimmbad. Als Folge ist der Entenweiher heute ein großes Feuchtbiotop. Das Naherholungsgebiet Bommersbachtal brachten ASV und Gemeinde Bous ab 1976 auf den Weg. 20 Jahre später wurden dort die alljährlichen Fischerfeste mit "Weiher in Flammen" zum Großereignis. In diesem festlichen Rahmen findet vom 20. bis 22. Juni die 50-Jahr-Feier statt.

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