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Was kommt eigentlich nach dem Leben?

Bous. Ein sensibles Thema ins Bewusstsein rücken will der Hospiz-Förderverein in Bous mit seinen Hospizwochen. Mehrere Filme, ein Benefizkonzert und eine Lesung beschäftigen sich mit Krankheit, Sterben und Tod. red

Die Bouser Hospizwochen des Fördervereins des St. Barbara-Hospizes laden dazu ein, sich an vier aufeinanderfolgenden Dienstagen jeweils um 19 Uhr auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema Erwachsenen-Hospiz und Sterben auseinanderzusetzen.


Die Reihe startet am Dienstag, 30. August, mit dem Film "Restless" im Thalia-Kino in Bous . Die junge Annabel Cotton leidet an Krebs im Endstadium. Auch das Leben von Enoch Brae ist nach dem Unfalltod seiner Eltern ziemlich aus der Spur geraten. Als sich die beiden Außenseiter zufällig treffen, stellen sie fest, dass sie die Welt sehr ähnlich und gleichzeitig einzigartig erleben.

Am Dienstag, 6. September, geben der Vokalkreis Wiesbach unter der Leitung von Thomas Bost und der Männergesangverein Concordia Bous unter der Leitung von Adolph Seidel ein Benefizkonzert im Petri-Hof in Bous .

Die Veranstaltungsreihe wird weitergeführt am Dienstag, 13. September, mit einer Autorenlesung im St. Barbara-Hospiz. Stanislaus Klemm, Psychologe und Theologe, liest dabei aus "Reden ist Silber - Hören ist Gold".

Der Abschluss der Bouser Hospizwochen findet wieder im Thalia-Kino Bous mit dem Film "Im Himmel trägt man hohe Schuhe" am 10. September statt. Seit Kindertagen sind Milly und Jess unzertrennliche Freundinnen. Milly hat es zu einer erfolgreichen Karriere gebracht, ist verheiratet und hat zwei tolle Kinder. Jess führt ein weniger geordnetes Leben. Doch dann trifft Milly ein schrecklicher Schicksalsschlag und sie ist auf Jess' Unterstützung angewiesen ist. Während diese an der Seite ihrer Freundin sein will, steht sie bald schon selbst vor einschneidenden Veränderungen.



Prälat Peter Prassel, Vorsitzender des Fördervereins St. Barbara Hospiz Bous , erklärt zum Ziel der Veranstaltungsreihe: "Wir möchten damit die breite Öffentlichkeit anregen, sich gedanklich auf das Thema Hospiz und Sterben einzulassen. Aber im Sterben allein zu sein, das wünscht sich niemand. Hier drängen sich Ängste und Sorgen in den Vordergrund. Wir wollen diesen Ängsten entgegenwirken und unterstützen deshalb das stationäre Erwachsenenhospiz St. Barbara."

Die Betreuung schwerstkranker Menschen für Gäste sowie für ihre Angehörigen sei kostenfrei, erklärt Prassel weiter. Die Kranken- und Pflegekassen übernehmen die Kosten für diese Betreuungen jedoch nicht in voller Höhe. "Deshalb sind Hospizeinrichtungen immer auf zusätzliche Spenden angewiesen. Und dazu benötigen wir die Unterstützung der Öffentlichkeit. Wir freuen uns sehr, dass uns beispielsweise die Betreiber des Thalia-Kinos in Bous unterstützen, indem ein Teil des Eintrittsgeldes an den Förderverein fließt."

Mehr über den Förderverein und seine Arbeit unter fvsbh.de/ oder www.wuerdig-sterben.de