1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Bous

Warum Polizei für kommunale Aufgaben?

Warum Polizei für kommunale Aufgaben?

VerkehrWarum Polizei für kommunale Aufgaben?Zum Artikel "Manchmal kommt man sich vor wie in England" (17./18. Oktober)Mit Verwunderung habe ich die Mitteilung der Polizei Bous zur Kenntnis genommen, künftig den Parkern, die entgegen der Fahrtrichtung stehen, den Kampf anzusagen. Überall wird über Personalknappheit bei der saarländischen Polizei geklagt

VerkehrWarum Polizei für kommunale Aufgaben?Zum Artikel "Manchmal kommt man sich vor wie in England" (17./18. Oktober)Mit Verwunderung habe ich die Mitteilung der Polizei Bous zur Kenntnis genommen, künftig den Parkern, die entgegen der Fahrtrichtung stehen, den Kampf anzusagen. Überall wird über Personalknappheit bei der saarländischen Polizei geklagt. Zuletzt auf der Landesjugendkonferenz der Gewerkschaft der Polizei; siehe hierzu den Artikel in der SZ vom 19. Oktober. Gilt dies für Bous nicht? Hat man dort das Personal und die Zeit, kommunale Aufgaben ohne eigene Not zu übernehmen? Wohl eher nicht! Ulrich Weber, Hülzweiler VerkehrssituationStraße wird von Pkw ganz legal genutztZu Artikeln "Am Bommersbacher Hof"Es ist zwar richtig, dass die in Rede stehende Straße von vielen Autofahrern als Abkürzung genutzt wird. Es ist wohl jedermanns Recht, dies aus Zeit- und Kraftstoffersparnisgründen zu tun. Falsch ist jedoch, wie Sie Tausenden von Autofahrern ein schlechtes Gewissen machen wollen, die Straße verbotenerweise zu nutzen. Die Straße ist nicht für alle Fahrzeuge gesperrt, "Anlieger frei", sondern nur für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Entsprechende Schilder stehen jeweils an beiden Enden. Mir ist kein Pkw mit entsprechendem zulässigen Gesamtgewicht bekannt. Hier ist Erzählungen eines Anliegers unbesehen geglaubt worden. Es kann nicht angehen, dass, um wenigen (sieben) Anliegern einen persönlichen Vorteil zu verschaffen, viele andere Nachteile erleiden müssen. Ein weiterer Aspekt bei einer Umfahrung über den Kreisel Kreisstraße wäre ein nicht unerheblicher Treibstoffmehrverbrauch mit allen Auswirkungen auf die Umwelt. Horst Pinnhammer, Bous CDUAltmaier sollte Kant auch beherzigenZum Interview "Wer wählt, übt Einfluss aus" (21. September)Am 19. September hatte ich die Möglichkeit, beim Dillinger Herbstding mit dem Parlamentarier Peter Altmaier (CDU) ins Gespräch zu kommen. Ich erklärte ihm, warum die SPD, die für mich immer ein Hoffnungsträger war, in meinen Augen nicht mehr wählbar ist. Mein Anliegen stieß bei Herrn Altmaier auf offene Ohren. Umso beeindruckter war ich, als ich nur zwei Tage später in der Saarbrücker Zeitung las, dass sich der Christdemokrat Peter Altmaier der Philosophie der Aufklärung verpflichtet fühlt. Dass sich ein CDU-Politiker frank und frei zu einem "Links"-Philosophen wie Immanuel Kant bekennt, ist schließlich nicht alltäglich. Doch gerade kurz nach der Landtagswahl, bei der der Fuchs vom Oberlimberg Peter Müller massiv Stimmen abgeluchst hat, sollte die CDU die Philosophie Immanuel Kants vielleicht mal auf die Agenda setzen. Stefan Dewes, Nalbach OktoberfestGaudi nur für Bier-TrinkerZum Artikel "Riesen-Gaudi beim Oktoberfest" (5. Oktober) Die Riesengaudi gilt dann wohl nur für Biertrinker (ein Liter für 6,90 Euro). Die nichtalkoholischen Getränke wie Mineralwasser kosten ein Liter acht Euro und die Apfelschorle ein Liter 11,50 Euro. Da kann sich jeder denken, was getrunken wird, und nicht jeder geht zu Fuß nach Hause! Johannes Ney, Saarlouis Lettow-VorbeckBlick in Geschichte mahnt zur VorsichtZur Berichterstattung über die mögliche Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Straße in SaarlouisWie schon in den vergangenen beiden Jahren taucht die Beschäftigung mit Lettow-Vorbeck in der Diskussion auf, diesmal tragen sich mehrere Stadtratsfraktionen mit der Absicht, den verstorbenen Ehrenbürger endlich zur Unperson zu erklären, nur die dunklen Seiten seiner Person zu beleuchten. Die gibt es natürlich. Doch ein Blick in die Saarlouiser Geschichte mahnt zur Vorsicht. Auch ein Sohn Saarlouis', Michel Ney, vertreten durch ein martialisches Standbild in mehrfacher Überlebensgröße und mit einer riesigen schwarzen Tafel an seinem Geburtshaus, wo in goldenen Lettern seiner Tapferkeit gedacht wird, nahm ja immerhin an einem unprovozierten, imperialistischen Eroberungskrieg teil. Von den 600 000 Mann der Grande Armée sahen noch 6000 die Heimat wieder. Oder: Sébastian le Prestre de Vauban, geehrt mit einem Straßennamen, hielt zwar die grausame Verfolgung der Reformierten Frankreichs, der so genannten Hugenotten, für falsch. Da seine Kritik aber beim König kein Gehör fand, diente er ihm weiter. Er dachte gar nicht daran, seinen Dienst als Marschall von Frankreich und Festungsbaumeister einzustellen. Mit seinen Festungen im Osten Frankreichs half er Ludwig XIV., die Beute seiner Raub- und Eroberungskriege zu sichern. Eine dieser Festungen, Saarlouis, erbaut auf dem Gebiet des Herzogtums Lothringen.Und der König selbst, Ludwig, der das ganze linksrheinische Gebiet mit einer nicht abreißenden Folge von Kriegen unter immer neuen Vorwänden überzog, um es seinem Königreich einzuverleiben, die Protestanten Frankreichs mit sadistischer Quälerei dazu bringen wollte, ihrem Glauben abzuschwören, nach dessen Tode Millionen von Franzosen an Hungersnöten zu Grunde gegangen waren, von den deutschen Opfern seiner Kriege einmal ganz abgesehen? Nach ihm wurde nicht nur eine Straße genannt, die ganze Stadt heißt so: Saarlouis. Es bliebe nicht viel, wollte man überall bei den Großen der Geschichte mit der Elle der heutigen politischen Korrektheit messen. Dr. Ulrich Meisser, Dillingen NeugeboreneDeutsche Sprache wird verdrängtZu "Designer-Mützen für Babys" (17./18. Oktober)Eine schöne Idee vom Förderverein des DRK-Krankenhauses Saarlouis, jedem Neugeborenen eine Mütze mit der Aufschrift "Born in Saarlouis" zu schenken! Bekanntlicherweise bedeutet ja der poetische Ausdruck "Born" so viel wie "Wasserquelle" oder "Brunnen", und fürwahr ist jedes neugeborene Kind der Mensch gewordene Beweis für einen Brunnen, aus dem Leben, Liebe, ja die ganze Kraft der Schöpfung quellen. Auch könnte in jedem dieser kleinen Erdenbürger ein neuer Goethe, Schiller oder Lessing stecken, auf dass sie den Wortreichtum der deutschen Sprache wiedererstehen lassen und so die heutzutage allzu häufig verwendeten Anglizismen verdrängt werden. Herzlichen Dank also an das DRK für die Hilfe dabei, dass unser aller "(Stief-)Kind", die deutsche Sprache, nicht in den Born, den Brunnen fällt! Hans-Peter Riotte, Wallerfangen BusverkehrDer Nahverkehr ist reformbedürftigZum Artikel "Grüne wollen besseren Busverkehr" (9. Oktober) Der Nahverkehr im ländlichen Raum ist längst grundlegend reformbedürftig. Rechnet man den Schülerverkehr heraus, bleibt insbesondere an Wochenenden kaum noch was übrig. Das hat fatale Konsequenzen für die, die auf diesen Nahverkehr angewiesen sind, weil sie keinen Führerschein haben oder sich kein Auto leisten können. Die Linie 425 ist ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit einer Nahverkehrsreform. Die Verknüpfungen mit anderen Linien insbesondere in Bous funktionieren schlecht oder überhaupt nicht. Es ist längst an der Zeit, dass ein Pendelverkehr eingerichtet wird, traumhaft wäre ein Pendeln mindestens im Stundentakt, in Spitzenzeiten im Halbstundentakt. Dabei wäre ein Wendepunkt dieser Linie in Bous am Bahnhof, und, wenn man konsequent weiterdenkt, auch die Weiterführung bis an die Saarbahn. Aufhören muss man auch mit dem Denken in den Grenzen der einzelnen Verkehrsbetriebe, da bestehen immer noch Empfindlichkeiten wie vor 50 Jahren. Wenn es unsere Landespolitik nicht schafft, dieses kleinkarierte Denken aufzubrechen, wird sich in diesem Jahrtausend nichts Wesentliches mehr ändern. Helmut Dörr, Schwalbach City DillingenFreien Odilienplatz nicht einengenZum Artikel "Bürger nehmen Ideenschmiede für Dillinger City ernst" (10. Oktober)Was nicht deutlich genug erwähnt werden kann: Es wurden von den Planern Vorschläge zur Reduzierung der Parkplätze auf dem Odilienplatz gemacht, zugunsten neuer Bauvorhaben auf dieser Fläche. Hier ist für Dillingen noch ein einziger großzügiger Platz verblieben, der uns ein schönes städtisches Bild vermittelt: der freie Blick über die Odilienstatue bis hin zum Saardom. Hier neue Enge zu schaffen, wäre ein fataler Fehler. Geholfen wäre damit schon gar nicht den Geschäftsleuten bis hin zur Gastronomie - welche sich hier unter so schwierigen Umständen so wacker halten (es kommen zu wenige Menschen nach Dillingen). Dort müsste der heimische Bestand mit Hilfe der Planer erhalten bleiben und schöner gestaltet werden. Für das Leben in der Stummstraße und Umgebung ist jeder Platz der Parkfläche von großer Wichtigkeit. Direkt am Odilienplatz sind Gott sei Dank viele Arztpraxen angesiedelt. Hunderte Menschen kommen deshalb täglich von außerhalb nach Dillingen. Sie kommen auch, weil sie hier keine großen Wege gehen müssen. Davon profitieren die Geschäftsleute. Auch unser Krankenhaus zieht täglich Menschen an. Viele Besucher bummeln schon mal durch, bringen Leben und Umsatz in die Geschäfte. Helfen wir doch, es zu erhalten. Wir Dillinger Bürger erwarten dankbar schnelle und sinnvolle Unterstützung hier im Zentrum für unsere Stadt. Wolfgang von Grootheest, Dillingen