Staugefahr in Bous: Saarbrücker Straße wird Baustelle

Kostenpflichtiger Inhalt: Staufallen : Bous wird bis Jahresende zum Nadelöhr

Wohl noch das ganze restliche Jahr wird die Saarbrücker Straße durch Bous zur Einbahnstraße. Grund sind Bauarbeiten.

Zum Engpass für den Autoverkehr wird die Saarbrücker Straße in Bous voraussichtlich bis Jahresende. Frühestens ab diesem Dienstag soll der Bereich zwischen Einmündung der Straße „Am Bahnhof“ sowie „Saarstraße“ als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Völklingen eingerichtet werden.

Ursprünglich hatte die Gemeinde auf diesen Montag als Beginn der Maßnahme hingewiesen. Jedoch ergeben sich Verzögerungen durch den Bedarf großer Vorwegweiser, die in Wadgassen im Verlauf der Saarstraße aufgestellt werden sollen.

Anlass für die Maßnahme ist der barrierefreie Umbau von Bushaltestellen. Damit soll der öffentliche Personennahverkehr auch die Belange von in Mobilität oder Sensorik eingeschränkten Menschen berücksichtigen. Stichtag für die Umsetzung ist der 1. Januar 2022.

Im Bouser Zentrum ist bereits auf der Seite des alten Postgebäudes in Fahrtrichtung Völklingen der barrierefreie Umbau kurz vor der Fertigstellung. Dort erfolgt am kommenden Wochenende noch der Rückschnitt der Baumkrone einer Rosskastanie um 20 Prozent. Außerdem werden drei Pflanzbeete angelegt, zur Ersatzbegrünung für zwei entfallene Bäume. Für die Beleuchtung der Wartehallen muss ein Leerrohr unter der Fahrbahn der Saarbrücker Straße hindurchgepresst werden. Die dafür erforderlichen Start- und Zielgruben neben den Fahrbahnen werden nach der Verkehrsänderung hergestellt.

Aus diesen Gründen bleibt die jetzige Baustelle vor der ehemaligen Post weiter bestehen. Der Einbahnverkehr wird in etwa durch die Mitte zwischen den beiden getrennten Baustellenbereichen geleitet. Dadurch kann die Fahrgasse im Bedarfsfall nach links oder rechts verschoben werden.

Die jetzt anlaufende Maßnahme betrifft den Haltestellenbereich gegenüber der noch bestehenden Baustelle. Dort beginnen zuerst Arbeiten an Gas- und Wasserleitungen durch die Gas- und Wasserwerke Bous-Schwalbach. Die tragen die Kosten in Höhe von rund 75 000 Euro. Im Anschluss daran werden Buskap und Busbucht in Fahrtrichtung Saarlouis barrierefrei ausgebaut. Die Gesamtkosten für den barrierefreien Ausbau in der Saarbrücker Straße einschließlich dreier Wartehallen beläuft sich laut Gemeinde auf rund 375 000 Euro. Durch ein Sonderprogramm des Saarländischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie verbleiben als Eigenanteil der Gemeinde Bous noch etwa 80 000 Euro.

Die letzte große Baumaßnahme mit großräumigen Umfahrungen in der Saarbrücker Straße war 2014 durch den Landesbetrieb für Straßenbau erfolgt. Damals fand eine Sanierung statt zwischen Kreisel EKC und Jostbrunnenstraße. Die jetzige Regelung als Einbahnstraße wurde von der Verkehrsbehörde des Landkreises Saarlouis angeordnet.

Denn auf der bereits ausgebauten Seite an der alten Post ist durch den barrierefreien Umbau ein Parkstreifen entfallen. Damit reicht der Platz nicht mehr für zweispurigen Straßenverkehr, wenn auch die gegenüberliegende Haltestelle zur Baustelle wird. Wegen der Einbahnstraßenregelung wird der Verkehr aus Wadgassen an der Einmündung Saarbrücker Straße in Richtung Völklingen geleitet. Fahrten nach Schwalbach, Ensdorf und Saarlouis führen etwa 300 Meter weiter über die Petersbrunnenstraße zur Friedrich-Ebert-Straße. In beiden Straßen besteht rechtsseitig absolutes Halteverbot. Über die Friedrichstraße geht es zurück auf die Saarbrücker Straße. Busse werden schon eine Einmündung vorher über die Mannesmannstraße auf die Saarbrücker Straße geführt. In der Mannesmannstraße entsteht eine Behelfshaltestelle für die Fahrtrichtung Saarlouis. Die jetzige Behelfshaltestelle Saarbrücker Straße (Bäckerei Welling) in Richtung Völklingen bleibt bestehen. Die Umleitung wird ausgeschildert. Empfohlen wird, Bous  ber die A 620 zu umfahren.

Information: www.bous.de

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