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Stätte für den letzten Lebensabschnitt

Stätte für den letzten Lebensabschnitt

Sterben gehört zum Alltag im Bouser Erwachsenen-Hospiz. Die Einrichtung der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken, cts, am Standort Bous hatte Anfang April den ersten Gast zur Betreuung aufgenommen.

Am Sonntag begann die offizielle Eröffnung um zehn Uhr mit einem Gottesdienst.

St. Barbara-Hospiz heißt die Einrichtung, nach der Schutzheiligen für bedrängte Menschen. Für insgesamt zehn Personen sind Einzelzimmer eingerichtet, dazu kommt unter anderem ein großer Gemeinschaftsraum mit Küche, ein Raum der Stille und ein Wohlfühlbad. Hospizleiterin Judith Köhler hatte nach der Messe die zahlreichen Gäste begrüßt. Darunter Sozialministerin Monika Bachmann , den Bouser Bürgermeister Stefan Louis sowie cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer und Stephan Manstein, Direktor des Geschäftsbereiches Altenhilfe. Ein wichtiger Punkt für die Pflege todkranker Menschen ist die Finanzierung. Hierzu sprach Ministerin Bachmann Verhandlungen in Berlin an, die vielleicht eine 95-prozentige Finanzierung ergeben könnten. Größtes Problem sei der Kampf um die Mittel gewesen, sagte Stephan Manstein. Erst kurz vor Ostern 2015 kam es zum Abschluss der Versorgungs- und Vergütungsverträge mit den Pflegekassen.

Jährlich brauche das Bouser Hospiz etwa eine Million Euro, sagte er gegenüber der Saarbrücker Zeitung. 90 Prozent davon seien gesichert durch die Pflegekassen, zehn Prozent müssten von der cts und über Spenden abgedeckt werden. Für Letzteres ist ein Förderverein tätig, die zu betreuenden Personen hätten keine Kosten.

Das St. Barbara-Hospiz hatte am 2. April den ersten Gast aufgenommen. Der 24-Stunden-Betrieb sowie die notwendigen Abläufe werden nach und nach auf den Stand von zehn zu betreuenden Personen gebracht. Später helfen auch Ehrenamtler mit.