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Neujahrsempfang
Sorge um Zukunft der Polizeiinspektion Bous

Neujahrsempfang der Gemeinde Bous: Hans-Walter Seidel (r) und und Rainer Laschett (l) fuehlen Buergermeister Stefan Louis auf den Zahn.

Foto: Rolf Ruppenthal/ 12. Jan. 2017
Neujahrsempfang der Gemeinde Bous: Hans-Walter Seidel (r) und und Rainer Laschett (l) fuehlen Buergermeister Stefan Louis auf den Zahn. Foto: Rolf Ruppenthal/ 12. Jan. 2017 FOTO: Ruppenthal
Bous. Beim Neujahrsempfang beantwortet der Bouser Bürgermeister Stefan Louis auch Fragen von Bürgern. Eindeutig ist die Position beim Thema Grubenwasser-Anstieg. Von Rolf Ruppenthal

Neujahrsempfang einmal anders: Im Bouser Petrihof stand Bürgermeister Stefan Louis in zwei Fragerunden Rede und Antwort. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von Akteuren des Gunni-Mahling-Showensembles. Susanne Braun, Jenny Klos und Stefan Porteset präsentierten bekannte Filmmusik- und Musical-Titel.



In einem ersten Fragedurchgang stand der Bürgermeister Hans-Walter Seidel und Rainer Laschett aus dem Rathaus Rede und Antwort, in einer zweiten Runde beantwortete er Fragen von Bürgern. 150 Bouser fanden den Weg in den Petrihof.

Eindeutig ist die Position der Verwaltung zum Thema Grubenwasser-Anstieg. Da Bous hiervon unmittelbar betroffen sein könnte, man insbesondere negative Auswirkungen aufs Trinkwasser befürchtet, habe man fristgerecht die entsprechenden fachlichen Einwendungen gegen diese Pläne beim Land eingereicht, sagt der Bürgermeister

Von der geplanten Biomassenanlage in Ensdorf befürchtet die Gemeinde dagegen keine negativen Beeinträchtigungen. Sie will die Konzeption des Entsorgungsverbandes auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände konstruktiv begleiten, um auch eine verkehrlich vernünftige Anbindung sicherzustellen.

Positiv sieht Louis auch die zukünftige Nutzung des ehemaligen Klosters Heiligenborn. Nach dem Kauf durch die Victor’s-Unternehmensgruppe soll hier ein internes Ausbildungszentrum entstehen.



Ein „Sorgenkind“ stellt dagegen nach wie vor die Anbindung des Gewerbegebietes Saarstraße und des Stahlwerks dar. Das Projekt wird nach den Ausführungen des Bürgermeisters aber sicher kommen, wenn es auch leider erneut Verzögerungen bei der Realisierung gegeben habe. Nach derzeitigem Stand werden die Bauarbeiten wohl erst im Jahr 2019 beginnen können, das notwendige Planfeststellungsverfahren solle voraussichtliche im Juni dieses Jahres starten. Als Bauende wird nun der August 2021 ins Auge gefasst.

Mit Besorgnis sieht man von Seiten der Gemeinde die Zukunft der Polizeiinspektion Bous. Die drohende Herabstufung der sogenannten B-Inspektion (nachts nicht besetzt) zu einem Revier soll in jedem Fall verhindert werden, weil dies gravierende Auswirkungen auf die Sicherheitslage nach sich führen könnte.

Eine positive Entwicklung weist dagegen die demographische Entwicklung aus. Entgegen früherer Prognosen steigen die Geburtenzahlen wieder an. Diese gelte es, in der Zukunft zu beachten. Der Umbau von Klassenräumen in den Schulen zu Krippenplätzen müsse in der Zukunft wohl wieder umgekehrt werden. In der Schule am Eisenbahnschacht in Griesborn, die derzeit zu einer Kita umgebaut wird, kann die Gemeinde Bous nach der Fertigstellung für die nächsten fünf Jahre einen Raum nutzen, um so mögliche Engpässe zu verhindern. In diesen fünf Jahren sollen aber in Bous dann eigene Strukturen aufgebaut werden.

Auch städtebaulich soll es weiter vorangehen, nachdem man bereits frühzeitig ein Gemeindeentwicklungskonzept aufgelegt hat. Die Planungen sollen Ende Februar öffentlich vorgestellt werden. Vor allem im Bereich Bahnhof und Saarbrücker Straße habe die Gemeinde bei diesem von „Kernplan“ entwickelten integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept einiges vor, betonte Louis. Auch bei WLan und Hotspots sollen die Strukturen möglichst bald verbessert werden.