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Sie wollen ihre Heimat Bous beleben

Sie wollen ihre Heimat Bous beleben

Gewerbe, Politik und Bürger zusammenbringen für ein attraktives Bous. Das ist die Zielsetzung der „Aktionsgemeinschaft Standort Bous“. Vom Erfolg soll nicht nur die Wirtschaft profitieren, sondern auch die Lebensqualität im Ort.

"Wir müssen den Leuten klar machen, was ihnen verloren geht, wenn sie nicht mehr im Ort kaufen", sagte Christoph Jäger, Vorsitzender der "Aktionsgemeinschaft Standort Bous " der Saarbrücker Zeitung. Zwar habe Bous wieder einen Bäcker in der Hauptstraße, das erweiterte Kino locke auch Besucher aus dem Umland an. Aber das werde wohl nicht genügen, die Attraktivität der Gemeinde dauerhaft aufrecht zu halten. Bous brauche Kunden nicht nur für das lokale Gewerbe, erklärte Jäger die Zusammenhänge.

"Wenn die Leute hier kaufen, hat die Gemeinde Steuern und kann besser die Lebensqualität für die Bürger aufrecht halten." Das Gewerbe finanziere beispielsweise die Jugendarbeit der Vereine mit, hatte Jäger schon vor knapp einem Monat bei "Quo Vadis Bous ?" im Petri-Hof dargestellt.

Veranstaltungen wie diese mit der IHK sind Teil des Konzeptes der "Aktionsgemeinschaft". Denn sie versteht sich sowohl als Kontaktbörse für die lokale Wirtschaft, wie auch als Impulsgeber für die Allgemeinheit. Dazu gehört beispielsweise das "Fest der Kulturen" auf dem Bouser Marktplatz. Am 14. Juni findet es zum dritten Mal statt. Diesmal sollen Vertreter wichtiger Religionen mit dabei sein. Geplant ist zudem ein gemeinsames Gebet.

Neu aufgelegt wurde 2012 die Bouser Gewerbeschau. Ergänzend finden Einkaufsaktionen statt und die Teilnahme am Oktoberfest. "Bous hat so um die 300 Geschäfte und Betriebe", schätzte Jäger. Eigentlich sei für fast alle Arbeiten jemand zu finden. Der Öffentlichkeit wolle man dieses Angebot auf der Internetseite der "Aktionsgemeinschaft" präsentieren, "als eine Art virtueller Marktplatz". Details dazu seien in Arbeit. Viele Ideen stünden im Raum, doch nicht alles sei machbar.

"Wir wollten schon mal einen Nahversorger ins Zentrum holen, als Genossenschaft. Aber letztlich wäre das unrentabel geworden." Auch sei die "Aktionsgemeinschaft" nicht groß genug, um alles zu leisten. Beispielsweise um Existenzgründer in den Ort zu holen "sind wir eigentlich zu klein", gestand Jäger.

Die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zur Wirtschaftsförderung hatte Bürgermeister Stefan Louis im Juli 2005 zum Ziel erklärt. Sie sollte helfen, den Wirtschaftsstandort Bous besser zu vermarkten und zu beleben. Denn ein Gewerbeverein bestand damals nur noch auf dem Papier. Zwei Monate später startete die "Aktionsgemeinschaft Standort Bous " mit 40 Mitgliedern. Bereits im Mai darauf hob der Verein das Seifenkistenrennen "Maisause" aus der Taufe. Christoph Jäger ist inzwischen im siebten Jahr Vorsitzender. Die Vorstandswahl im Februar bestätigte bis auf eine Neuwahl auch die anderen Mitglieder.

Informationen zur "Aktionsgemeinschaft Standort Bous " gibt es im Internet.

maisause.de