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"Schön, dass einen die Leute noch kennen"FSG verliert 1:4 gegen Oberligist Köllerbach

"Schön, dass einen die Leute noch kennen"FSG verliert 1:4 gegen Oberligist Köllerbach

Bous. Wer Geburtstag hat, lädt sich gerne Gäste ein - besonders, wenn es der 100. Geburtstag ist. Die SV 08 Bous hat sich für ihre Feiern besondere Besucher eingeladen. Kürzlich waren die deutschen Handball-Weltmeister von 1978 zu Gast (wir berichteten)

Der Bouser Turkan Rustemi (rechts) kann sich, beobachtet von Serge Rubly (Nummer fünf), gegen den Gladbacher Bachirou Salou (Zweiter von rechts) durchsetzen. Fotos: Rolf Ruppenthal

Bous. Wer Geburtstag hat, lädt sich gerne Gäste ein - besonders, wenn es der 100. Geburtstag ist. Die SV 08 Bous hat sich für ihre Feiern besondere Besucher eingeladen. Kürzlich waren die deutschen Handball-Weltmeister von 1978 zu Gast (wir berichteten). Am vergangenen Samstag machte die so genannte "Weisweiler-Elf", die Traditionsmannschaft des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, ihre Aufwartung auf dem Sportplatz zur Schafbrücke. "Nach der Handball-Gala sind wir ja für solche Veranstaltungen erprobt", erklärte der SV-Vorsitzende Dietmar Aldenhoven vor der Partie, "wir hoffen auf 1000 Zuschauer." Doch bei sommerlichen Temperaturen fand nur die Hälfte der erhofften Besucher den Weg nach Bous. Die Zuschauer kamen aber aus dem ganzen Saarland. "Ich bin seit Kindertagen Gladbach-Fan", sagte Fritz Lagally, der aus Bischmisheim angereist war. Auch der Fan-Club Fohlen aus Roden war anwesend, um Helden der glorreichen Borussen-Vergangenheit zuzujubeln. Aufregung herrschte bei den Spielern der Bouser F- und G-Jugend, die mit den Borussen und ihrem Gegner, der Bouser Traditionsmannschaft, einliefen. "Wo sind die Trikots?" oder "Wann ziehen wir uns um?" hieß es schon eine Stunde vor der Partie. Dann war es soweit. Mit den Ex-Bundesliga-Spielern Peter Wynhoff, Herbert Laumen, Christoph Budde oder Andreas Brandts, die von Kapitän Bachirou Salou angeführt wurden, durften die Kinder auf den Rasen marschieren.Torgefährlich wie früher "Schön, dass einen die Leute noch kennen", sagte Togos früherer Nationalstürmer Salou, der an seiner Torgefährlichkeit nichts eingebüßt hat. Bereits nach 45 Sekunden scheiterte Salou am Bouser Torwart Hansi Alt - doch Jamal el Khattouti staubte zum 1:0 ab. Den zweiten Treffer besorgte Salou selbst. Bis zur Halbzeit führten die Borussen gar mit 11:0. "Das macht einfach Spaß mit den Jungs", sagte der ehemalige Borusse und Ex-Homburger Günter Breitzke, dessen Erinnerungen an das Saarland nicht so gut sind: "Ich war ein halbes Jahr in Homburg, dann sind wir abgestiegen." In der Halbzeit bekam die Bouser Traditionsmannschaft dann eine "Blutauffrischung": Einige aktive Spieler kamen in die Mannschaft. Anthony Procopio verkürzte auf 1:11, doch auch die beiden Treffer von Sven Andres konnten am hoch verdienten Erfolg der Borussen nichts ändern. Den Schlusspunkt setzte Andr&; Winkhold mit einem Schuss aus 18 Metern zum 16:3-Endstand - ein schöner Erfolg für die Weisweiler-Elf genau am 25. Todestag von Hennes Weisweiler, der als Trainer mit Mönchengladbach drei Mal deutscher Meister wurde. Bei der Weisweiler-Elf fehlten übrigens Spieler wie der in Bous geborene Michael Klinkert oder Torwart Uli Sude, der früher unter anderem als Trainer beim 1. FC Saarbrücken und den FC Homburg arbeitete.Bous. Das Vorspiel zum Duell der Bouser Traditionsmannschaft gegen die Weisweiler-Elf bestritten der Bezirksligist FSG Bous und der Oberligist Sportfreunde Köllerbach. Die Gäste gewannen 4:1. Sie gingen nach 24 Minuten durch Timo Ocwirk in Führung. Sehr zur Freude von Köllerbachs Trainer Jörg Nehren, der erstmals nach seiner Meniskus-Operation wieder bei der Mannschaft war. "Wir waren bisher nur im Wald", erklärte Köllerbachs Neuzugang Daniel Klein zur Leistung des Oberligisten in der lange Zeit ausgeglichenen Partie, die der eingewechselte Christian Albert mit drei Treffern in Folge für den Oberligisten entschied, ehe Christian Reutenauer den Ehrentreffer für den Bezirksligisten markierte. "Wir haben eine gute Mannschaft und wollen in dieser Saison vorne mitspielen", war FSG-Chef Hennes Klauben mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht unzufrieden. cor