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Roland Wiesdorf aus Bous hat ohne Übung mehrere Bücher geschrieben

Registrierungspflichtiger Inhalt: Kurzromane mit Fotos aus Bous : Schreiben ist für ihn sein neues Verreisen

Der Bouser Roland Wiesdorf ist – Corona sei Dank –unter die Autoren gegangen. Mehrere Reiseführer sind entstanden.

Not macht erfinderisch. In seinem Fall ist Corona „schuld“. Da Reisen nicht so einfach machbar und auch nicht zu empfehlen waren, hat Roland Wiesdorf aus Bous angefangen, zu schreiben. Von seinen früheren Reisen hat er viele Fotos und Erinnerungen mitgebracht. Einige davon hat er niedergeschrieben und veröffentlicht. Herausgekommen ist ein Bildband aus Berlin, je ein Bildband über Paris und London mit kurzer Story und zwei Kurzromane mit viel Atmosphäre aus New York und Paris.

Sind das Ihre ersten Bücher?

Roland Wiesdorf Ja, das sind meine ersten Bücher. Ich habe sie ab Frühjahr/Frühsommer 2020 geschrieben. Ich wollte schon immer mal etwas schreiben, aber der konkrete Entschluss fiel während des ersten coronabedingten Lockdowns, nach dem Motto: Wenn ich nicht verreisen kann, dann schreibe ich eben!

Um welche Art von Büchern geht es?

Wiesdorf Klassische Reiseführer sind es nicht: Lust auf Paris und Lust auf London sind meine subjektiven Eindrücke und Erlebnisse von Rundgängen in diesen Metropolen in Form eines kurzen Textes, gefolgt von zahlreichen schwarzweiß-Fotografien. Ich beschreibe, speziell in der Paris-Ausgabe, meine Empfindungen: Wie riecht/klingt es in der Metro? Was ist mein Lieblingsrestaurant? Welche Ecken finde ich besonders romantisch? Impressionen vom riesigen Antik- und Flohmarkt im Norden – also nicht die Dinge, die klassischerweise in den professionellen Reiseführern sind. Lust auf Berlin ist ein Bildband mit 200 schwarzweiß Fotografien, aber nicht die normalen Motive, sondern Graffiti, Street-Art, Architektur, ungewöhnliche Perspektiven, vergangene Dinge: Kunst aus dem ehemaligen „Tacheles“ und vieles mehr.

Eine Liebe in Paris ist ein Kurzroman. Die Örtlichkeiten im Text existieren tatsächlich, und die kleine Lovestory ist frei erfunden – hat aber ein paar autobiografische Bezüge...

Wiesdorf Ich sage nur: Liebe, meine Frau, mit der ich tatsächlich im Jardin du Luxembourg und am Vinci Brunnen romantische Momente hatte.

Und Brennpunkt Harlem?

Wiesdorf Der Kurzroman spielt in New York City, speziell in Harlem, Chinatown und Little Italy. Die Straßen und Subway Stationen gibt es tatsächlich, die Krimi-/Lovestory ist erfunden, beinhaltet aber Dinge, die mir tatsächlich wichtig sind.

Was machen Sie im richtigen Leben?

Wiesdorf Im richtigen Leben bin ich seit dem Jahr 1986 im Außendienst der Reifenindustrie und verkaufe Industriereifen. Mein Hobby seit der Jugend ist die Fotografie. Ich reise gerne, und interessiere mich für andere Kulturen. Meine etwas speziellen Fototouren mache ich alleine und organisiere sie selbst (Hongkong, New York, London, Paris). In Indien war ich zwar auch alleine unterwegs, jedoch mit einem professionellen Fahrer.

Und haben Sie schon eine weitere Idee?

Wiesdorf In meinem Kopf schwirrt eine Idee für einen Krimi, der in Hongkong spielt…

Roland Wiesdorf Foto: Roland Wiesdorf
Roland Wiesdorf Foto: Roland Wiesdorf

Die Bücher gibt’s bei www.bod.de.