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Podiumsdiskussion: Ökumene 50 Jahre nach dem Konzil

Podiumsdiskussion: Ökumene 50 Jahre nach dem Konzil

Im Alltag ist es längst kein Grundsatz-Problem mehr, wie Christen verschiedener Konfessionen miteinander umgehen. Das liegt wesentlich an einer Erklärung, die die katholische Kirche vor 50 Jahren beim Zweiten Vatikanischen Konzil zur Ökumene gegeben hat.

Das Konzil hieß Bemühungen zu mehr Einigkeit unter den Konfessionen sehr warmherzig gut, zeigte allerdings keinen konkreten Weg zur Einheit der Christen. Nicht zuletzt darum sind die Christen im Alltag schneller als ihre Kirchenleitungen. Wie dies heute aussieht, beleuchtet eine Podiumsdiskussion am Donnerstag, 22. August, 19.30 Uhr, im Petri-Hof in Bous. Eingeladen hat das katholische Dekanat Saarlouis im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum 50-jährigen Jubiläum des Konzils. Über ihre Erfahrungen berichten und diskutieren mit dem Publikum: Siegfried Schmitt, Ökumenebeauftragter des Bistums Trier, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Rheinland-Pfalz und Saarland; Joachim Conrad, evangelischer Gemeindepfarrer in Püttlingen, Synodalassessor des Kirchenkreises Saar-West; Erzpriester Georgios Basioudis, Pfarrer der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Mannheim, und Hans-Erhard Wilms, Leiter der Baptistengemeinde Landau. Ihr Thema: "Die Erklärung zur Ökumene des II. Vatikanischen Konzils - Was ist daraus geworden?" Im Anschluss ist eine ökumenische Lichtfeier in der katholischen Kirche in Bous. Ökumene ist wie Europapolitik, bloß umgekehrt. In der EU demonstriert die Politik Einigkeit, aber die Menschen finden im Alltag nicht wirklich neu zusammen. Umgekehrt treten die meisten Kirchenleitungen 50 Jahre nach der Öffnung auch der katholischen Kirche für das Anliegen kirchlicher Einheit auf der Stelle, aber die Menschen unterschiedlicher christlicher Konfessionen finden leicht zueinander. Leicht, aber nicht unbedingt mühelos, wie zum Beispiel gemischt konfessionelle Familien wissen. Ökumene kann beiden weh tun: denen, die sie leben, und denen, die eigentlich alles lassen wollen, wie es ist. Wie in solchen Familien, so geht es auch in der Ökumene um die Frage: Was ist wichtig? Was nimmt die Kirche mit in die Zukunft? Kein Randthema, sondern das zentrale der Kirche, das Bous diskutiert wird.