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Nutzung der Klostergebäude ist offen Gemeinde braucht klare Entscheidungsgrundlage

Nutzung der Klostergebäude ist offen Gemeinde braucht klare Entscheidungsgrundlage

Bous. Überraschend wurde im Februar 2009 bekannt, dass die Bouser Redemptoristen ihr Kloster Heiligenborn verlassen. Ein niederländischer Investor sei für die Anlage gefunden. In einer Messe informierte Anfang Februar 2009 der Regionalobere für die Redemptoristen-Provinz Köln, Johannes Römelt, die Öffentlichkeit. Dazu gehörte, dass es am 22

Bous. Überraschend wurde im Februar 2009 bekannt, dass die Bouser Redemptoristen ihr Kloster Heiligenborn verlassen. Ein niederländischer Investor sei für die Anlage gefunden. In einer Messe informierte Anfang Februar 2009 der Regionalobere für die Redemptoristen-Provinz Köln, Johannes Römelt, die Öffentlichkeit. Dazu gehörte, dass es am 22. Dezember 2008 zum Kaufvertrag mit dem Investor gekommen sei. Dieser wolle das Kloster in ein Seniorenheim mit Hospiz umwandeln. Der Investor könne binnen eines Jahres vom Vertrag zurücktreten. Ende Februar 2009 präzisierte das zuständige Planungsbüro HPB in Lennestadt im Sauerland das Projekt als ansprechende altengerechte Wohnungen ohne Betreuung in Form eines Seniorenwohnparks - mit drei zusätzlichen mehrstöckigen Wohngebäuden. Der Investor habe auch die Kirche gekauft, hieß es im März 2009, und das Hospiz solle einen professionellen Betreiber erhalten. Sieben Monate später fand im Kloster Heiligenborn eine Gründerversammlung für einen Förderverein statt. Ein Kinderhospiz solle der nun voranbringen, so die neuen Pläne des Investors. Ende 2010 sollten Kinder aufgenommen werden.Die rund 35 anwesenden Personen sollten sich gleich in eine Mitgliederliste eintragen. Das führte zur Kritik an dieser rasanten Vorgehensweise. Etliche verließen die Versammlung, die verbliebenen 21 gründeten den Förderverein "Kinderhospiz im Kloster Heiligenborn".

Dabei hieß es erneut, der niederländische Investor Coert Huijbregsen habe das Kloster gekauft. Es sollten noch bis zu drei Millionen Euro investiert werden, um die rund 4500 Quadratmeter Wohntrakt umzubauen.

Am Mittwoch ersetzte nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung den bisherigen Vorsitzenden des Fördervereins durch Alexander Koch (wir berichteten). Ein Kinderhospiz sei nicht realisierbar hieß es, die bisherigen Zahlen seien falsch. Für das Kloster deutete der Investor vage ein "sehr soziales Projekt" an.

> weiterer Bericht folgt

Bous. Auch die Gemeinde Bous muss sich auf die veränderten Bedingungen im Kloster einstellen. Ein erstes Gespräch mit dem Investor habe es nach der Mitgliederversammlung gegeben, sagte Bürgermeister Stefan Louis auf SZ-Anfrage. Der Termin sei schon früher vereinbart gewesen. Vom Investor seien Pläne angedeutet worden, aber mit der Bitte, sie nicht zu veröffentlichen. "Wir haben ein vernünftiges Konzept gefordert", sagte Louis. Nur so könne sauber entschieden werden. Das Konzept müsse zum Ensemble des Klosters passen. Es werde keine Erlaubnis zum Fällen von Waldflächen geben, und die Gemeinde werde "mit Sicherheit keiner großen Wohnbebauung zustimmen". az