Neujahrsempfang von Bürgermeister Stefan Louis in Bous

Neujahrsempfang : „Enorme Aufwertung und damit Sicherung des Standortes“

Mancher in Bous sorgt sich um den Bestand des Einkaufscenters EKC. Jetzt hat Bürgermeister Stefan Louis erklärt: Eine Millionen-Investition stehe kurz bevor. Das werde den EKC-Standort aufwerten, versicherte er beim Neujahrsempfang in Bous. Noch eine gute Nachricht: Die Personalkrise bei der Feuerwehr ist fast ausgestanden.

Wer sie einer nach dem anderen reinkommen sah zum Neujahresempfang im Petri Hof, wäre nicht auf die Idee gekommen, dass da mal von Notstand die Rede war: die Freiwillige Feuerwehr Bous, deren Personalstand ein Krisentief erreicht hatte. An gleicher Stelle vor einem Jahr hatte Bürgermeister Stefan Louis den Mangel an Wehrleuten drastisch geschildert. Mit viel Aufsehen. Jetzt am Freitagabend sagte er: „In der Folgezeit konnten jedoch durch gemeinsame Maßnahmen von Verwaltung und Feuerwehr insgesamt 13 Mitbürgerinnen und Mitbürger zum freiwilligen Dienst gewonnen werden. Die Feuerwehr betreibt zudem eine engagierte und damit erfolgreiche Jugendabteilung. Eine Kinderabteilung, die Blaulichtbande, ist seit Beginn des Jahres aktiv. Ebenso sind die Vorbereitungen zur Gründung eines Fördervereins in vollem Gange.“ Diese Bilanz gab den stärksten Applaus an diesem Abend, auch wenn Louis einräumte: „Allerdings werden zum Erreichen der notwendigen Personalstärke immer noch Feuerwehrleute gesucht.“

Thema Nummer eins in Bous ist die Verkehrssituation. Die halbseitige Sperrung der Saarbrücker Straße, also der B 51 als Hauptachse durch Bous, könne durchaus vor Fastnacht aufgehoben werden, sagte Louis, falls nichts dazwischen komme. Denn die beiden neuen Bushaltestellen, Grund der Sperrung, seien fertig. Die Erneuerung von Leitungen für Gas und Wasser, die parallel dazu laufe, soll bis dahin abgeschlossen sein.

Auf großes Interesse fiel auch eine Aussage zum Einkaufcenter (EKC) Bous, in dem Leerstände „zu Irritationen“ geführt hätten, aber: „ Vor einigen Tagen habe ich von dem zuständigen Geschäftsführer die Information bekommen, dass der Immobilienbesitzer hier kurz davor ist, konkrete Investitionen in Millionenhöhe durchzuführen.“ Das werde eine „enorme Aufwertung und damit Sicherung des Standortes“, also dss Einkaufszentrums am Eingang von Bous, bringen.

Weiter hinziehen werde sich dagegen der Bau der Anbindung an das Gelände der Röhrenwerke. Baubeginn könne 2021 sein, Bauzeit weitere zwei Jahre. Noch länger dauere die Lösung für den DB-Haltepunkt Bous. Dessen barrierefreier Ausbau sei aus der Förderung gefallen („Rückschlag“), ein neuer Ansatz sei möglich, erlaube aber wegen eines Planfeststellungsverfahrens einen Baubeginn „eventuell“ erst ab 2024.

Schneller geht es bei den Kita-Plätzen, von denen mehr als angeommen gebraucht würden. 58 Geburten habe es 2019 gegeben (bei 99 Sterbefällen, bei 491 Zu- und 481 Wegzügen). Die Planungen für einen Kindergarten mit sechs Gruppen auf dem Gelände des ehemaligen Freibades haben laut Louis begonnen, Baubeginn könne noch 2020 sein. „Für die Übergangszeit haben wir im Eingangsbereich der Grundschule eine neue Kindergarteneinheit in Modulbauweise, die sich kurz vor der endgültigen Fertigstellung befindet, errichtet. Ab Februar wird diese 25 neue Betreuungsplätze bieten. Weitere 25 Plätze werden in der ehemaligen Hausmeisterwohnung, die dazu nahezu vollständig saniert wird, geschaffen.“

Wie bei der Premiere 2019 konnten Bürgerinnen und Bürger auch zu diesem Neujahrsempfang Fragen an den Bürgermeister einreichen. Anders als vor einem Jahr blieb die Resonanz mit sechs Fragen aber überschaubar. Auch hier: Vor allem Verkehrsfrage wie Parken auf Gehwegen. „Eine Unart“, bescheinigte Louis. Und: „Wir ersticken im Verkehr.“

Moderiert wurde der Neujahrsempfang in Bous von Rainer Laschet und Hans-Walter Seidel, musikalisch begleitet von past2present.