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Nachbarschaftshilfe in Bous kommt per Internet – man muss nur fragen

Nachbarschaftshilfe in Bous kommt per Internet – man muss nur fragen

Die Nachbarschaftshilfe in Bous will Bernhard Strohm per Internet stärken. Dafür hat er auf privater Basis die Plattform „Bous hilft“ als eine Art Schwarzes Brett ins Leben gerufen.

Keine neue Flüchtlingshilfe , und kein weiteres Hilfsportal, um das Gewissen zu beruhigen. Die Internetseite "Bous hilft" hat sich Bernhard Strohm gedacht "als eine Art Schwarzes Brett", berichtet er im Gespräch mit der SZ. Anstoß zu dieser Seite war für ihn, dass "es in unserer Gemeinde viele Familien und Einzelpersonen gibt, die auf Unterstützung angewiesen sind. Hilfe, die andere gerne leisten würden, wenn sie wüssten wie".

"Ich bin Bouser und wollte was für Bous tun", sagt Strohm. Deshalb sei die Internetseite auch auf die Gemeinde begrenzt. Hier sollen Helfer wie Hilfesuchende unbürokratisch zusammengebracht werden, als eine Art erweiterter moderner Nachbarschaftshilfe mit kurzen Wegen. Denn "jeder von uns hat was, das er nicht mehr braucht und weitergeben könnte". Zu Hause mache er das seit Jahren so mit ungenutzten Kleidern. "Die geben wir dann in der Kleiderkammer ab." Es könne aber auch mal ein Verein um Bierbänke für die Dauer eines Festes bitten.

"Bous hilft" wurde von Bernhard Strohm selbst aufgelegt. Er hat die Rechte daran und trägt die Kosten dafür. Strohm ist Selbstständiger im Marketing- und Medienbereich und meint zu seiner Person: "Machen ist so mein Ding."

An Zugriffen gebe es etwa ein Dutzend pro Tag. "Verwunderlicherweise und eigentlich schade, aber die Resonanz ist gering." Doch er nehme das nicht persönlich. "Wenn's läuft, dann läuft's. Wenn nicht, eben nicht." Er mache den Bousern einfach mal dieses Angebot, das sie freiwillig und kostenlos nutzen könnten. "Die Spielregeln dabei sind, dass, egal für wen, die Sachen immer verschenkt werden. Es ist keine weitere Verkaufsplattform."

Die Hilfe auf dieser Internetseite dürfe nicht an Bedingungen geknüpft sein. Und jeder sei für sein Angebot selbst verantwortlich. Mit der Gemeinde habe er auch schon gesprochen, die unterstütze ihn kommunikativ. Sie nutzt derzeit nahezu als Einzige den Nachfragebereich der Seite. Bei den Angeboten finden sich zahlreiche Privatpersonen. Dort stehen unter anderem ein Laufrad für Kinder, eine Krabbeldecke und ein Hochbett.

bous-hilft.de