Mokka, der in Erinnerung bleibt

Mokka, der in Erinnerung bleibt

Schwalbach. Die Idee dazu kam beim runden Tisch der Gemeinde Schwalbach zur Zukunft des Alterns, an dem Anja Wrona als Seniorenmoderatorin teilnimmt. "Wir wollen schauen, was Frauen brauchen und wie sie sich untereinander helfen können", sagt sie

Schwalbach. Die Idee dazu kam beim runden Tisch der Gemeinde Schwalbach zur Zukunft des Alterns, an dem Anja Wrona als Seniorenmoderatorin teilnimmt. "Wir wollen schauen, was Frauen brauchen und wie sie sich untereinander helfen können", sagt sie. Zusammen mit Heidrun Woll, Vorsitzender des Frauenrates, den ehrenamtlichen Helferinnen Loredana Lino und Angela Spatazza und dem Mehrgenerationenhaus als Kooperationspartner veranstaltet sie seit Juli den Frauentreff.Zum zweiten Treffen stand das Konzept des interkulturellen Frauenabends. "Menschen aus 52 Nationen leben in Schwalbach", erklärt Wrona. "Bei jedem Frauenabend soll sich eine Kultur vorstellen." Erstes Gastgeberland war Italien. Mit dem türkischen Abend ging die Reihe in die dritte Runde. Unter den Helferinnen war auch Safiye Toplugedik. "Ich möchte von jeder Tradition etwas übernehmen und von unserer Tradition etwas weitergeben können", sagt sie. "Der Frauenabend bietet dafür einen gelungenen Rahmen."

Zusammen mit 13 Freundinnen und Verwandten sorgte Emine Tek aus Hülzweiler für die bunte Platte an landestypischen Gerichten, darunter Plaki, Köfte und die Süßspeise Sadrazam Lokumu. Als nach dem Essen türkischer Mokka zubereitet wird, ist das ein kleines Event: Staubfein gemahlen, mit Zucker gekocht und samt Kaffeesatz serviert. "Ein Mokka bleibt 40 Jahre in Erinnerung", sagt Tek, "weil man ihn nicht so oft trinkt, nur zu besonderen Anlässen."

Alice Fleck (links) und Safiye Toplugedik am Buffet in Schwalbach. Kennenlernen und Kontakte vertiefen sind die Ziele des interkulturellen Frauenabends. Foto: Sascha Schmidt.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, dass Frauen aus der Gemeinde sich kennenlernen und ihren Kontakt bei den regelmäßigen Treffen vertiefen "Vieles ergibt sich durch die Gespräche der Frauen untereinander. So soll es sein: Ein Selbstläufer, der keine Moderation braucht", sagt Wrona. Das Konzept geht auf. "Heute sind auch türkische Frauen hier, die ich vorher nur vom Hallo sagen kannte. Heute haben wir uns innig umarmt - daraus wird mehr", erzählt Mitveranstalterin Lino. Esther Wagner aus Bous ist zum ersten Mal dabei: "Ich wünsche mir, dass zwischen den Kulturen ein Zusammenleben stattfindet. Deshalb werde ich auch wieder kommen." Der nächste interkulturelle Frauenabend soll im Januar stattfinden.