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Ausbildung
Ein sicheres Händchen für Architektur und Design

Johanna Zayer aus Bous ist die beste Raumaustatter-Auszubildende.
Johanna Zayer aus Bous ist die beste Raumaustatter-Auszubildende. FOTO: Carolin Merkel
Bous. In einer Serie stellt die Redaktion die landesbesten Auszubildenden 2017 vor, die im Kreis Saarlouis wohnen. Heute: Johanna Zayer aus Bous. Von Carolin Merkel

Für die Architektur, erzählt die 22-jährige Johanna Zayer, hat sie sich schon recht früh interessiert. Und so war es für die Bouserin auch eine gute Chance, im Rahmen ihres Schulpraktikums am Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen in einem Architekturbüro reinzuschnuppern. Nach dem Abitur, erzählt Zayer, wollte sie vor dem Studium zunächst als Absicherung eine Ausbildung machen, die zum Studium hinführen sollte. „Ich habe im Internet recherchiert, welche Ausbildungsberufe da geeignet sind und bin eher zufällig auf den Beruf der Raumausstatterin gestoßen“, sagt sie. Quasi auf den letzten Drücker konnte sie einen Platz bei der Firma E. Rase in Saarbrücken-Güdingen ergattern.


Vor allem die große Praxisnähe, sowohl im Rahmen der Ausbildung im Betrieb als auch in der Berufsschule in Saarbrücken, haben ihr sehr gut gefallen. „Ich konnte in allen Bereichen arbeiten, oft auch auf Baustellen bei Kunden und wurde so wirklich gut auf die Prüfung vorbereitet“, erzählt Zayer. Dass sie diese als Landesbeste abschließen würde, konnte sie bis zuletzt nicht wissen; es war eng, verrät Zayer. Vier Tage lang dauerte der Prüfungsmarathon, in der theoretischen Prüfung konnte Zayer schließlich das Rennen machen. „Ich habe an diesem Tag neben mir gestanden, meine Mutter war superstolz, als sie es erfahren hat“, erzählt die mittlerweile Studierende.

Denn, auch das war von Anfang an mit dem Ausbildungsbetrieb abgesprochen, nach der Ausbildung war das Studium der Innenarchitektur in Trier erklärtes Ziel. Auch hier erzählt die Studentin im zweiten Semester, überwiegen die oftmals zeitaufwändigen praktischen Aufgaben. „Am Anfang habe ich gedacht, ich könnte immer mit dem Zug pendeln, doch inzwischen habe ich eine Wohnung in Trier“, sagt sie. Das Studium will sie nach Möglichkeit mit dem Master abschließen, „dann sind schon fünf Jahre um“, rechnet sie. Ob sie in zehn Jahren ein eigenes Büro hat oder lieber in einem Angestelltenverhältnis sein will, das, so sagt sie, wird sich zeigen.