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Jahresrückblick: So war 2019 in Bous

Jahresrückblick 2019 : Die Wehr rief und die Bürger kamen

Bous konnte sich unter anderem über funktionierende Partnerschaften und viel Grund zum Feiern freuen.

Das Jahr 2019 forderte gleich zu Beginn Feuerwehren und Sanitäter aus Bous und Umgebung: Ein Dachstuhlbrand in der Saarbrücker Straße führte zum Großeinsatz bis zum frühen Neujahrsmorgen. Tage später ging die Polizei von Brandstiftung durch einen Hausbewohner aus.

Gefordert war die Bouser Wehr auch im eigenen Interesse. Im Februar appellierte Wehrführer Rainer Wolf an die Öffentlichkeit, um Bürger zum Eintritt zu motivieren. Mit Erfolg: Beim Neujahrsempfang 2020 vermeldete dann Bürgermeister Stefan Louis 13 neue Mitglieder.

Im Februar rammte ein 110 Meter langes leeres Lastenschiff aus den Niederlanden die Saarbrücke Bous-Wadgassen. Die Brücke wurde leicht beschädigt, war aber nach ersten Einschätzungen in ihrer Statik nicht beeinträchtigt.

Mit einer Matinee rückten im März die Firma Sigmatech und der Verein für kulturelle und geschichtliche Arbeit im Bisttal das barocke Forsthaus in der Saarbrücker Straße in den Blickpunkt. Das stattliche Gebäude hatte der Abt der Wadgasser Abtei, Michael Stein, Mitte des 18. Jahrhunderts errichten lassen.

Zum dritten Mal in Folge wurde im Mai der parteilose Stefan Louis zum Bürgermeister der Gemeinde Bous gewählt. Er setzte sich gegen zwei Gegenkandidatinnen durch. Erste Beigeordnete ist Nathalie Käufer, zweite Jutta Fellinger. Im Rat vertreten ist nach der zum selben Termin erfolgten Kommunalwahl als stärkste Fraktion die CDU, gefolgt von SPD, Grünen und FWG. Außerdem Die Linke und Die Linke Liste Bous. Letztere hatten die drei Vertreter der Linken im Gemeinderat bereits im Februar gegründet, nachdem sie wegen Kritik an ihrer Partei diese verlassen hatten.

Seit Juni lockt das „Chalet de Boule“ an der früheren Marie-Curie-Schule Boulefreunde an. Mit einem Vereinsraum auf 120 Quadratmetern und Außenterrasse ergänzt es die angrenzenden Boulebahnen der Hokuta.

Im Juli bestätigte Bürgermeister Louis, dass auch Bous vorübergehend Container als Kita-Einrichtung nutzen müsse. Hintergrund sei eine Warteliste mit rund 50 Kindern. Diese Übergangslösung wurde bis Dezember aufgestellt und soll im Februar in Betrieb gehen. In diesem Bereich erfolgte von März bis August der Abriss des alten Hallenbades auf Auf der Mühlenscheib, wo eine neue Kita entstehen wird.

Ein Nadelöhr wurde die Saarbrücker Straße im Oktober über Monate hinweg von der Straße „Am Bahnhof“ bis zur Saarstraße. Wegen Sanierung der Bushaltestellen war diese Strecke als Einbahnstraße eingerichtet. Ebenfalls im Oktober feierten drei Kommunen aus drei Nationen ihre 30-jährige Städtepartnerschaft in Bous. Neben Bous waren dies Quetigny in Frankreich und Koulikoro in Mali.

Im September wurde Adolph Seidel für 40 Jahre als Chorleiter des MGV Concordia Bous gefeiert. Einen besonderen Erfolg schaffte der Gitarrenchor Bous unter musikalischer Leitung von Birgit Bernardi im November: Er erreichte die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb 2020.

Der Gemeinderat verabschiedete im selben Monat eine Resolution zum Erhalt der Stahlindustrie. Denn in guten Zeiten bringt das ansässige Stahlwerk jährlich mehr als eine Million Euro Gewerbesteuer in die Gemeindekasse. Dort sind rund 360 Menschen beschäftigt, etwa die Hälfte davon aus Bous.

Das barocke Forsthaus an der Saarbrücker Straße in Bous. Foto: Bodwing

Im Dezember zeigte der TV Bous seine Klasse als dominierender Verein in der abgelaufenen Saison der saarländischen Kunstturner. In drei von vier saarländischen Liegen hatte sich der TV Bous als Meister durchgesetzt. In den Blickpunkt der Öffentlichkeit geriet am Jahresende das Einkaufcenter Bous, EKC, durch Leerstände. Laut Bürgermeister Stefan Louis stehe der Investor kurz vor konkreten Investitionen in Millionenhöhe.