Hokuta entwickelt neue Boule-Anlage in Bous

Bous : In Bous lockt jetzt das „Chalet de Boule“

An einem früheren Schulpavillon haben Mitglieder des Kultur-vereins Hokuta sieben Boule-Bahnen angelegt.

Bous entwickelt sich zu einem stattlichen Boule-Standort. Verantwortlich für diese Entwicklung ist der Kulturverein Hokuta. Vor vier Jahren legte er die ersten Bahnen an, inzwischen finden dort auch Turnierspiele statt. Zu der Anlage mit sieben Bahnen und Flutlicht gehört auch ein „Place de Quetigny“. Der steht für die Verbundenheit mit der östlich von Dijon gelegenen Partnerstadt.

Neu hinzugekommen ist das am 1. Mai eröffnete „Chalet de Boule“. Dies war einmal ein Schulpavillon, berichtet die Hokuta-Vorsitzende, Birgit Wollbold. Dort befanden sich Räume der ehemaligen Grundschule. Später folgte das Rote Kreuz, dann wurde es von der Marie-Curie-Schule genutzt. Schließlich stand der Pavillon leer. Bis Hokuta einen Antrag stellte, die Räumlichkeiten zu nutzen.

„Alles, was innen ist“, sagt Vorstandsmitglied Leo Stefan Schmitt, „hat die Hokuta bezahlt, außen das die Gemeinde“. „Wir sind ja nostalgisch veranlagt“, führte Wollbold weiter aus. „Deshalb ist das Mobiliar – Bänke, Stühle und Tische – aus der alten Kinoklause. Die Theke haben wir selbst gebaut.“

Etwa 80 Personen finden im „Chalet“ Platz. Auf 120 Quadratmeter beläuft sich die Grundfläche, dazu kommt eine geräumige Außenterrasse. Ursprünglich sei der Bouleplatz eine „Schnapsidee“ gewesen, sagte Wollbold zur Entstehung. Denn 2015 sollten es nur mal zwei Bahnen werden, um ein bisschen Boule zu spielen. „Wir wollten das nur für uns machen. Aber dann kamen auf einmal Boulespieler aus allen Ecken.“ Also wurden nochmal die Ärmel hochgekrempelt. Mit Unterstützung der Gemeinde wurden aus leeren Pflanzbeeten der ehemaligen Gemeinde-Gärtnerei weitere Boule-Bahnen. Sieben sind es mittlerweile auf einer rund 100 mal 50 Meter großen Anlage. Eingerahmt wird sie an drei Seiten von hohen Bäumen. 2016 und 2017 spielte eine Hokuta-Mannschaft in der Kreisklasse Süd des saarländischen Bouleverbandes. Dort schaffte sie einmal den dritten Platz.

„Inzwischen spielen wir mit zwei Mannschaften in der Bezirksliga“, sagt Wollbold. Doch es geht bei Hokuta nicht nur um Boule. Zwischen Schule und altem Rathaus liegt eine parkähnliche Fläche. Dort findet regelmäßig ein Sommerfest mit Bühne statt, im Gebäude an der Saarbrücker Straße laufen Ausstellungen und Treffen. „Es entwickelt sich zu einem neuen Zentrum in Bous“, fasst Hokuta-Mitglied Hans Bender zusammen. Die Boule-Anlage der Hokuta befindet sich hinter der ehemaligen Marie-Curie-Schule in Bous. Geöffnet ist sie zu den Trainingszeiten des Vereins, mittwochs ab 17 Uhr und samstags ab 16 Uhr sowie bei Festen.

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