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Fußgängerbrücke ist in die Jahre gekommen

Fußgängerbrücke ist in die Jahre gekommen

Eine Besonderheit in Bous ist die Fußgängerbrücke über die Hohlstraße. Um sie weiter zu erhalten, sind nun umfassende Sanierungsarbeiten notwendig. Dazu hat der Bauausschuss am Mittwoch Beschlüsse gefasst.

Abgeplatzter Beton und rostige Stahlarmierung sind die sichtbarsten Mängel an der Fußgängerbrücke über die Hohlstraße in Bous . "Es besteht Handlungsbedarf", heißt es dazu im aktuellen Prüfbericht eines Ingenieurbüros. Die dringende Sanierung sowie einen Ingenieursvertrag hat der Bauausschuss am Mittwoch im Bouser Rathaus einstimmig beschlossen.

Eine Sperrung ist laut Auskunft der Verwaltung nicht erforderlich. Auch seien lose Teile bereits entfernt worden, sodass es kein Problem mit herabfallendem Beton geben dürfte. Diese Brücke ist eine wichtige innerörtliche Verbindung zwischen Goethestraße und Winkelstraße. Etwa zwölf Meter lang führt sie in einer Höhe von fast fünf Metern über die Hohlstraße in Richtung katholische Pfarrkirche St. Peter und Friedhof. Sie erleichtert vor allem älteren Menschen und Behinderten den Weg.

Entstehungszeit und Alter waren derzeit nicht zu erfahren. Von der Architektur her könnte die Bogenbrücke in Stahlbetonausführung aus den 50er beziehungsweise 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen. Lange Zeit waren keine größeren Instandhaltungsarbeiten erfolgt. 2008 wurde der Oberbau für rund 40 000 Euro abgedichtet. Das verhinderte weiteres Eindringen von Wasser in den Baukörper und schuf die Grundlage für umfassende Sanierungen. Die sollten kurze Zeit später anlaufen. Aber es gab noch wichtigere Projekte in Bous und das bei knapper Kassenlage. Jetzt, etwa sieben Jahre später, habe die Fußgängerbrücke noch einen Wert von 3,5, stellte das Ingenieurbüro dar. Das sei nicht sonderlich gut, denn die Werteskala ende bei 4. "Und dann wäre sie gesperrt." Es gehe nun um eine klassische Betonsanierung. Damit könne man den Wert wieder auf 1 bis 2 bringen. Bei entsprechender Wartung seien dann die nächsten 20 Jahre gesichert.

Auf 105 000 Euro wird die dringend notwendige Sanierung geschätzt. Das komme immer noch günstiger als ein Neubau. Womöglich könne es 50 Prozent Fördermittel geben. Damit wird der Unterbau der Brücke 2016 instand gesetzt, um die dauerhafte Tragfähigkeit zu erhalten.