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Fußgängerbrücke bleibt noch Baustelle

Fußgängerbrücke bleibt noch Baustelle

Die Fußgängerbrücke in der Bouser Hohlstraße wird über Wochen hinweg saniert. Das ist mit einer Vollsperrung der Durchfahrt verbunden, während Fußgänger sowohl Baustelle als auch Brücke weiterhin passieren können.

Noch rund fünf Wochen ist die Hohlstraße in Bous für den Durchgangsverkehr gesperrt. Anlass ist die Sanierung der dortigen Fußgängerbrücke, an der eine Fachfirma Anfang vergangener Woche mit Sandstrahlarbeiten begonnen hat. Derzeit werden alte Farbschichten, mürber Beton und Rost abgestrahlt. Die einzelnen Arbeitsbereiche sind jeweils mit langen Kunststoffbahnen abgehängt, von oben verringert ein Wassernebel aus Schläuchen das Staubaufkommen.

Die Instandsetzung beschloss der betreffende Fachausschuss im Mai 2015. Dem ging das Gutachten eines Ingenieurbüros voraus, das Anfang 2015 Handlungsbedarf festgestellt hatte. Denn die Fußgängerbrücke lag mit 3,5 am unteren Ende der bis 4 reichenden Werteskala. Mit einer klassischen Betonsanierung soll nun ein Wert von eins bis zwei erreicht werden. Bei entsprechender Wartung könne die Brücke dann noch gut 20 Jahre sicher sein.

2008 war der Oberbau für rund 40 000 Euro abgedichtet worden, um weiteres Eindringen von Wasser zu verhindern. Jetzt werden die Stahlbetonflächen an der Untersicht der Fußgängerbrücke saniert. Nach dem Abstrahlen der Unterseite folgt ein Schutzanstrich der frei gelegten Armierungseisen. Danach werden Löcher und Risse zugespachtelt und großflächig ein zwei Zentimeter dicker Spezialmörtel aufgetragen. Dieser schützt das Eisen künftig vor eindringendem Wasser. Ende April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Denn im Mai findet die nächste Maisause statt. Deshalb erfolgte auch eine Vollsperrung der Hohlstraße, statt einer halbseitigen Sperrung. Fußgänger können Baustelle und Brücke weiterhin passieren. Von der Baumaßnahme betroffene Anlieger müssen einige Zeit Mülltonnen und Gelbe Säcke vor den Straßenabsperrungen aufstellen. Die Kosten der Sanierung waren 2015 noch auf rund 100 000 Euro geschätzt worden. Inzwischen wird mit um die 73 000 Euro gerechnet, abzüglich etwa 28 000 Euro Fördermittel. Ein Neubau käme erheblich teurer.