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Fußball
Rückkehrer Andres führt Bous in die Erfolgsspur zurück

Bous. Die Rückkehr zum langjährigen Verein war keine leichte Entscheidung: „Ich musste viel mit meiner Frau diskutieren“, verrät Dirk Andres. Doch letztlich ließen die vielen positiven Jahre, die er bei Fußball-Verbandsligist FSG Bous sowohl als Spieler als auch als Trainer erlebt hatte, nur einen Entschluss zu: „Ich mache es.“ Von David Benedyczuk

Seit Mitte des Monats ist Andres Nachfolger von Steven Vogl. Der 27-jährige bisherige Spielertrainer hatte im Sommer ein neues und größtenteils junges Team formiert, mit dem die FSG nach dem Saarlandliga-Abstieg eine Klasse tiefer neu Fuß fassen wollte. Doch das wollte nicht wie erhofft gelingen. Bous startete mit acht Niederlagen in Folge, steckte im Tabellenkeller fest – und Vogl machte wenig später trotz eines 1:0-Erfolges beim FSV Hemmersdorf den Abflug.


Woraufhin der ehemalige Erfolgstrainer Andres ins Spiel kam, um dem Verein aus der Misere zu helfen. Der 46-Jährige hatte im April 2014 während der Saison den Hut nehmen müssen, nachdem er zuvor sieben Jahre als Spieler und acht Jahre als Trainer bei der FSG war. „Das war damals nicht so schön für mich“, sagt Andres rückblickend – dennoch fiel die jüngste Entscheidung zugunsten des langjährigen Clubs aus: „15 Jahre schüttelst du nicht so einfach ab. Ich fühle mich dem Verein nach wie vor sehr verbunden.“

Und er scheint ein gutes Händchen zu haben. Einem 1:0-Sieg im Saarlandpokal bei Bezirksligist SG Erbach folgte ein wichtiger 4:1-Erfolg über den SC Großrosseln in der Liga und am Sonntag ein 1:1 beim Tabellenvierten SV Losheim. Mit Glück zwar, Losheim traf in der Nachspielzeit Latte und Pfosten, aber immerhin. Das Ziel, den direkten Absturz in die Landesliga zu verhindern, bezeichnet Andres zwar als „Mammutaufgabe“, aber auch als nicht unmögliches Unterfangen: „Wenn ich die Chance darauf nicht sehen würde, hätte ich es nicht gemacht.“