Förderverein unterstützt Sankt Barbara Hospiz Bous mit 50 000 Euro

Sankt Barbara Hospiz Bous : 50 000 Euro für Sankt-Barbara-Hospiz

Förderverein der stationären Einrichtung bringt die hohen Spendensummen auf, die gesetztlich verlangt werden.

Der Förderverein des Sankt-Barbara-Hospizes Bous unterstützt das stationäre Hospiz in diesem Jahr mit 50 000 Euro für seine laufenden Kosten. „Das wurde auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossen“, erklärt die Vereins-Vorsitzende Gisela Rink, die bei der Sitzung zudem für weitere drei Jahre im Amt bestätigt wurde. Das Sankt-Barbara-Hospiz Bous muss – wie jedes stationäre Hospiz – nach gesetzlichen Vorgaben fünf Prozent der laufenden Kosten über Spenden finanzieren. Das sind im Jahr 2019 knapp 70 000 Euro. „Der Förderverein ist dabei ein sehr wichtiger Partner für uns, ohne ihn geht gar nichts“, betont Pflegedienstleiterin Helga Graeske.

Das von der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken (CTS) betriebene St.-Barbara-Hospiz verfügt über zehn wohnliche Einzelzimmer und Gemeinschaftsräume, geprägt von einer persönlichen Atmosphäre der Wärme und Geborgenheit. Hier werden Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige in der letzten Lebensphase einfühlsam begleitet. Neben professioneller Pflege, medizinischer Versorgung und schmerztherapeutischer Betreuung ist es das Anliegen, Sterbenden eine würdige, liebevolle und auch spirituelle Begleitung bis zum Lebensende zu ermöglichen.

Zweck des Fördervereins ist die finanzielle und ideelle Unterstützung des Hospizes, zum Beispiel durch Spender-Werbung oder die Durchführung von Veranstaltungen. Der Förderverein führt Benefiz-Konzerte und andere Aktionen durch, veranstaltet die Bouser Hospizwochen und ist auf öffentlichen Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten vertreten.

„Wir sehen unsere Aufgabe aber nicht nur in der Bezuschussung der laufenden Kosten, sondern wir wollen immer auch eigene Akzente setzen und Dinge ermöglichen, die sonst im üblichen Rahmen nicht umsetzbar wären“, betont die frühere Landtagsabgeordnete Gisela Rink. „Im vergangenen Jahr wurden so für alle Gästezimmer kleine Kühlschränke angeschafft. Derzeit wird in jedem Zimmer eine neue Wandbeleuchtung installiert, die mit einer Fernbedienung gesteuert werden kann. Das ist für Gäste und Pflegende wesentlich angenehmer.“ Zudem finanziert der Förderverein mit den Spenden zusätzliche Angebote wie den Weihnachtsbrunch, Oasen-Tage für ehrenamtliche Mitarbeiter, das jährliche Sommerfest und die Musik-Therapeutin.

Knapp fünf Jahre nach der Eröffnung ist die Einrichtung inzwischen fest in die Gemeinde integriert und hat stetig an Bekanntheit gewonnen. „Die Hospizarbeit ist nicht mehr so tabu-behaftet wie noch vor ein paar Jahren“, erklärt Pflegedienstleiterin Helga Graeske. „Wir erhalten Unterstützung sowohl von Vereinen und Firmen als auch Privatpersonen. Daran hat der Förderverein einen großen Anteil – und dafür sind wir sehr dankbar.“

Die Vereins-Vorsitzende Rink will weiter daran arbeiten, den Hospiz-Gedanken in die Öffentlichkeit zu tragen und die Einrichtung auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannter zu machen. „Hier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Durch die persönlichen Einblicke habe ich die Arbeit sehr schätzen gelernt. Das Engagement der Mitarbeiter ist hier besonders sehr hoch, und sie haben immer wieder tolle Ideen, was man noch machen könnte. Mit einem Hospiz verbindet man grundsätzlich die Hoffnung, dass man es selbst nie braucht. Aber es ist trotzdem ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass es solche Einrichtungen gibt – und in diesem Sinne möchte ich mich weiter für diese Arbeit engagieren.“