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Es tut sich was bei Bouser Brücken

Es tut sich was bei Bouser Brücken

Die Sanierung von Brücken in Bous geht voran. Ein Übergang über den Bommersbach ist inzwischen neu entstanden, die Brücke über die Hohlstraße soll im Frühjahr folgen. Nur für das Bauwerk am Entenweiher gibt es noch keine Lösung.

Der Weg über den Bommersbach endet an freistehenden Betonstufen und an Bauzäunen. Denn die Brücke am Entenweiher wurde vor etlichen Wochen abgebaut.

Etwa Mitte 2015 war sie bereits gesperrt und mit Hölzern gestützt worden. Die technische Überprüfung des etwa 30 Meter langen Bauwerkes hatte Zustandsnoten am unteren Ende der Bewertungsskala ergeben. Sowohl Längs- wie auch Querbalken aus Holz seien stark zersetzt, hieß es damals vonseiten der Verwaltung. Die Holzgeländer seien nicht mehr verkehrssicher, Stahlträger hätten erhebliche Korrosionsschäden.

Noch kein Konzept

Derzeit stehen nur ein paar Treppenstufen und Fundamente mit Unterbau. "Für den Wiederaufbau der Brücke am Ententeich gibt es noch kein schlüssiges Konzept", teilte die Bouser Verwaltung nun auf Anfrage mit. Es sei vorgesehen, Mittel für eine Planung in den Haushalt 2017 einzustellen. Fördermittel seien derzeit nicht zu erwarten. Rund 250 Meter östlich liegt eine kleinere Brücke zwischen dem Parkplatz an der Kreisstraße und der Fischerhütte. Auch dort war die Bewertung mit 4,0 am untersten Ende der Skala. Inzwischen ist ein runderneuertes Bauwerk entstanden. Am Donnerstag erfolgte die Abnahme mit dem Ergebnis, dass der Übergang über den Bach wieder ohne Einschränkung freigegeben ist. Diese Brücke wurde Ende vergangener Woche abgebaut und neu errichtet. Für den Neubau ist der Bodenbelag der Brücke am Entenweiher verwendet worden. Die Kosten liegen bei rund 6500 Euro. Dritte im Bunde ist die Fußgängerbrücke über die Hohlstraße nahe dem Petri-Hof. Hierzu stellte ein Ingenieurbüro Anfang 2015 "Handlungsbedarf" fest. Denn auch sie ist mit 3,5 am unteren Ende der Werteskala.

Sicher für 20 Jahre

Der stählerne Unterbau erinnert derzeit noch an die Fußgängerbrücke am Entenweiher.

Mit einer klassischen Betonsanierung sei ein Wert von eins bis zwei erreichbar, hieß es. Das könne den Bestand bei entsprechender Wartung für die nächsten 20 Jahre sichern. Das rund zwölf Meter lange Bauwerk führt zwischen Goethestraße und Winkelstraße etwa fünf Meter über der Hohlstraße in Richtung katholische Pfarrkirche St. Peter sowie Friedhof. 2008 war der Oberbau für rund 40 000 Euro abgedichtet worden, um weiteres Eindringen von Wasser zu verhindern. Inzwischen sei die weitere Sanierung ausgeschrieben, teilte die Verwaltung mit. 105 000 Euro lautete die Schätzung der Gesamtkosten 2015. Jetzt gehe man von rund 73 500 Euro aus, abzüglich etwa 28 150 Euro Fördermittel . Damit werde der Unterbau der Brücke instand gesetzt, um die dauerhafte Tragfähigkeit zu erhalten. Das komme wesentlich günstiger, als ein Neubau. Die Vergabe der Arbeiten erfolgt in der nächsten Sitzung von Bauausschuss und Gemeinderat. Der Sanierungsbeginn ist für das kommende Frühjahr angesetzt.