Erholungsgebiet wird weiter ausgebaut

Erholungsgebiet wird weiter ausgebaut

Bous. Wo vor gut 50 Jahren einmal Sumpf das Tal des Bommersbaches bedeckte, liegen heute gepflegte Spazierwege, Ruheplätze und Gastronomie. Als Naherholungsgebiet vor den Toren von Bous zieht sich die aufgeräumte Natur von den Tennisanlagen in Richtung Elm

Bous. Wo vor gut 50 Jahren einmal Sumpf das Tal des Bommersbaches bedeckte, liegen heute gepflegte Spazierwege, Ruheplätze und Gastronomie. Als Naherholungsgebiet vor den Toren von Bous zieht sich die aufgeräumte Natur von den Tennisanlagen in Richtung Elm. "13 Angelsportfreunde hatten 1958 einen Verein gegründet", berichtet Paul Spies, Vorsitzender des Bouser Angelsportvereins, über die Anfänge. Zahlreiche Mühlen hatte es dort gegeben, und eine als Panzergraben bezeichnete Vertiefung. "Aber irgendwann versiegte darin das Wasser, und dann wurden die Weiher ausgehoben."Für eine bessere Qualität Für ein Naherholungsgebiet im Bommersbachtal entschied sich die Gemeinde Bous in den Jahren 1964/65. Zwei Weiher waren 1966 fertig, 1973 kam der dritte hinzu. Über den so genannten Entenweiher im Westen und den parallel verlaufenden Bommersbach erstreckt sich eine hölzerne Brücke. Eine zweite Brücke quert den Bach weiter östlich. Beide Übergänge verbinden auf kurzen Wegen Parkplätze entlang der Kreisstraße zwischen Bous und Elm mit dem Naherholungsgebiet.Seit einigen Monaten haben Arbeiten am Hauptsammler Bommersbach das Umfeld in Mitleidenschaft gezogen. Andererseits sollen die Arbeiten zur einer besseren Qualität des von Abwässern belasteten Bommersbaches führen. Früher einmal sei das ganz anders gewesen, weiß Spies zu berichten. "1958 hatten zwei Brüder Teile des Baches gepachtet. Es gab weit und breit kein besseres Forellengewässer." Die Weiher am Bommersbach werden vor allem durch Quellen gespeist. Ein Großteil des Wasser fließt in den Bach ab. Fast leer ist derzeit der Entenweiher, den nur dürftig eine Regenwasserentflechtung von der Mühlenscheib versorgt. Biotop geplantSpäter soll ein Teil dieses Weihers mittels Damm abgetrennt und zum Biotop gemacht werden. Die Holzbrücke dort versetze man wieder in einen verkehrssicheren Zustand, das verspricht Bürgermeister Stefan Louis. Nach der Fertigstellung des Sammlers soll dann der natürliche Charakter zurückkehren. Dann stehen rund 75000Quadratmeter Naherholungsgebiet mit etwa 25000 Quadratmeter Wasserfläche wieder allein den Anglern und Erholungssuchenden zur Verfügung. Einen Wasserlehrpfad plant die Gemeinde ebenso wie ein Ruhebänkekonzept. Zum Naherholungsgebiet Bommersbachtal führen Wege von den Sportanlagen auf der Mühlenscheib, aus Richtung Papiermühle sowie von den Parkplätzen der Kreisstraße. Dort sind An- und Abfahrt per Bus möglich, für einen unbekümmerten Besuch von Biergarten und Fischerhütte.