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Eine Ausstellung zeigt das Leben in Koulikoro

Eine Ausstellung zeigt das Leben in Koulikoro

Bous. Sechs Stunden Flug in eine andere Welt. So stellte Patrick Waldraff im Bouser Rathaus die Reise nach Koulikoro dar. Stadt am NigeruferDiese Stadt im westafrikanischen Mali liegt am Nigerufer und war im Oktober 2009 zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Ziel einer Delegation aus Bous sowie der Partnerstadt Quétigny bei Dijon

Bous. Sechs Stunden Flug in eine andere Welt. So stellte Patrick Waldraff im Bouser Rathaus die Reise nach Koulikoro dar.

Stadt am Nigerufer

Diese Stadt im westafrikanischen Mali liegt am Nigerufer und war im Oktober 2009 zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Ziel einer Delegation aus Bous sowie der Partnerstadt Quétigny bei Dijon.

Mit dabei war neben Bürgermeister Stefan Louis auch die Vorsitzende des "Verein für Städtepartnerschaft und Zusammenarbeit Bous", Anne Wilhelm. Mit dem Fotovortrag eröffneten der Partnerschaftsverein und die Gemeinde eine Ausstellung mit Bildern und Gegenständen aus Koulikoro. Anwesend in Bous war auch eine Delegation aus Quétigny.

Der Fotovortrag im Sitzungssaal vermittelte Eindrücke aus einer Gegend, in der Strom ebenso wenig verbreitet ist wie Wasser aus der Leitung. Die Straßen sind vielfach nur Pisten aus rotbraunem Sand. In Randbereichen und außerhalb der Stadt geht das traditionelle Leben weiter. Dort hat der Stammesälteste auf dörflicher Ebene das Sagen, die Region regiert ein Gouverneur.

In der Grundschule sitzen 98 Kinder in einer Klasse, und die Arbeitslosigkeit ist hoch. So wartet die Leiterin der Bibliothek in Koulikoro seit 20 Monaten auf ihren Lohn.

Sinnvoll seien Projekte, die gemeinsam von den drei Partnerstädten durchgeführt werden. Dazu gehört eine Dieselpumpe, die Nigerwasser zu einer Bananenplantage befördert, das bedeutet Arbeit für rund 400 Menschen.

Schulwesen verbessert

Die gesundheitliche Versorgung wurde ebenso durch Projekte verbessert wie das Schulwesen. Schwarze Plaketten auf Gebäuden, die durch solche Projekte entstandenen sind, verweisen auf die Partnerschaft Koulikoro-Quétigny-Bous. Inzwischen gibt es in Koulikoro sogar eine Rue Bous und eine Rue Quétigny, obwohl sonst die Straßen dort durchnummeriert sind.

Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 30. April, zu den Öffnungszeiten im Bouser Rathaus zu sehen.