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Der VfR Saarbrücken will sich anständig verabschieden

Der VfR Saarbrücken will sich anständig verabschieden

Saarbrücken. Eigentlich verläuft beim VfR Saarbrücken in der Fußball-Landesliga Südwest alles im gewohnten Trott. Wochenende für Wochenende tritt die Mannschaft an - Wochenende für Wochenende verliert sie ihre Spiele. Doch es gibt sie tatsächlich noch, die Überraschung - und damit ist nicht der einzige Saisonsieg gegen Bous (2:1) gemeint

Saarbrücken. Eigentlich verläuft beim VfR Saarbrücken in der Fußball-Landesliga Südwest alles im gewohnten Trott. Wochenende für Wochenende tritt die Mannschaft an - Wochenende für Wochenende verliert sie ihre Spiele. Doch es gibt sie tatsächlich noch, die Überraschung - und damit ist nicht der einzige Saisonsieg gegen Bous (2:1) gemeint. "Es hat trotzdem Spaß gemacht", sagt Trainer Thomas Schadt (Foto: SZ/Verein), der im Moment mit einem Wadenbein-Bruch ausfällt, im Brustton tiefster Überzeugung.Aber wie kann es Spaß machen, im Schnitt 3,8 Tore zu kassieren und selbst nur 0,8 Tore zu schießen? Schadt, der den VfR gemeinsam mit Oliver Knapp (Foto: SZ/Verein) betreut, sieht den Schlüssel in der Mannschaft, die großteils von klein auf mit dem VfR Saarbrücken verbunden ist: "Das sind alles Daarler Jungs." Die fast außer Konkurrenz spielen. Denn die vielleicht irgendwann einmal vorhandene Hoffnung auf den Klassenverbleib war im Saisonverlauf schnell geschwunden. Nur vier Punkte aus 19 Spielen lassen den Abstieg schon jetzt feststehen. "Das ist natürlich nicht einfach für die Jungs, jedes Wochenende auf die Ohren zu bekommen", weiß auch Schadt. So steht der aktuelle Kader zwar für die Zukunft des VfR, muss aber auch noch unter der Vergangenheit mit der abgewendeten Pleite leiden.Auch wenn der Verein finanziell nicht mehr bedroht ist, und laut dem Vorsitzenden Peter Perquy "finanziell stabil ist" - auf Rosen gebettet ist er nun wahrlich nicht. Diese Saison ist eine Übergangssaison für den Verein. Insofern war es wichtig, schon jetzt erste Weichen für die kommende zu stellen, um nicht einen erneuten Neuaufbau vornehmen zu müssen.Das Trainer-Duo Oliver Knapp und Thomas Schadt hat bereits verlängert, und nach jetzigem Stand bleibt die Mannschaft auch zusammen. Einzig der Wechsel von Stürmer Pascal Kappés (Foto: SZ/Verein) zum Saarlandligisten FV Bübingen steht schon fest. Dafür sind schon im Winter Jens Hechler (Hühnerfeld), Philipp Schmidt (Röchling Völklingen II) und Manuel Jakob (Herrensohr) zur Mannschaft gestoßen. Dass auch diese den Abstieg nicht verhindern werden können, dürfte klar sein. Aber die Mannschaft soll wachsen "und lernen", wie Thomas Schadt sagt. Dabei waren die Spiele nicht nur schlecht, berichtet Schadt: "Wir haben fast immer Lob von den gegnerischen Trainern bekommen." Lob, von dem sich der VfR nichts kaufen kann, das aber Hoffnung für die kommende Saison macht: "Für die Landesliga reicht es aber nicht." Die Ziele für diese Saison sind bescheiden geworden. "Wir wollen uns anständig verabschieden. Und die anderen vielleicht noch ärgern", sagt Schadt.