Kloster Bous: Auch ein schweres Erbe ist ein Erbe

Kloster Bous : Auch ein schweres Erbe ist ein Erbe

Das eigentliche Denkmal des Klosters Heiligenborn in Bous ist die Klosterkirche, die György Lehoczky 1951/52 baute. Eine Gottesburg gegen die zerstörerischen Kräfte der Zeit. Doch die Kirche wurde 2009 profaniert, ein Fehler. Die Redemptoristen verließen damals das große Klostergebäude. Es ist ein Baudenkmal saarländischer Spiritualität der Nachkriegszeit. Denn von der Saar kamen viele Ordensleute. Hat sich außer der Gemeinde Bous jemand ernsthaft Gedanken über eine neue Nutzung dieses zweifellos problematischen Erbes gemacht?

So tritt nun ein, was das Übelste ist: Das Gebäude wird an irgendwen versteigert. Und dann? Öffentliches Desinteresse am eigenen Erbe ist eben auch eine Art Spiritualität. Lässt die Landesentwicklungsgesellschaft den Vorwurf mangelnder Kreativität auf sich sitzen? Vielleicht fällt ihr ja doch auf die Schnelle kreativ etwas ein. Allein, es fehlt der Glaube.

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