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87-jährige Rentnerin umgebracht

Ein Transporter der Spurensicherung parkte gestern vor dem Haus in Bous.Foto: Ruppenthal
Ein Transporter der Spurensicherung parkte gestern vor dem Haus in Bous.Foto: Ruppenthal
Bous. Eine 87 Jahre alte Frau, die in der Barbarastraße in Bous lebte, ist wahrscheinlich in der Nacht zum Dienstag in ihren eigenen vier Wänden brutal ermordet worden. Polizeisprecher Georg Himbert: "Ein Sexualdelikt kann derzeit nicht ausgeschlossen werden." Die Spurenlage am Tatort im Schlafzimmer der Erdgeschosswohnung deute vielmehr auf ein solches Verbrechen hin Von SZ-Redakteur Michael Jungmann

Bous. Eine 87 Jahre alte Frau, die in der Barbarastraße in Bous lebte, ist wahrscheinlich in der Nacht zum Dienstag in ihren eigenen vier Wänden brutal ermordet worden. Polizeisprecher Georg Himbert: "Ein Sexualdelikt kann derzeit nicht ausgeschlossen werden." Die Spurenlage am Tatort im Schlafzimmer der Erdgeschosswohnung deute vielmehr auf ein solches Verbrechen hin.Eine Nichte, die die 87-Jährige pflegte, hatte die Leiche gegen sieben Uhr am Dienstagmorgen gefunden. Sowohl auf der Bettdecke als auch an der Wand waren, so die Polizei, "großflächig" Blutspuren zu sehen. Die Pflegerin rief weitere Angehörige und den Hausarzt, der die Polizei alarmierte. Die Ermittler des Kriminalkommissariates Saarlouis übernahmen den Fall. Sie befragten auch einen 48 Jahre alten Hilfsarbeiter, der das Dachgeschoss in dem Haus bewohnte, ob er etwas gesehen oder gehört hatte. Der Mann verwickelte sich offenbar schnell in Widersprüche. Er soll auch ausgesagt haben, "möglicherweise" in der Wohnung des Opfers gewesen zu sein. Zudem stellten die Kripobeamten bei ihm eine Schürfwunde am Kopf sowie "blutähnliche Anhaftungen" an der rechten Hand fest. Der 48-Jährige wurde als dringend tatverdächtig festgenommen. Laboruntersuchungen sollen klären, ob das Blut an seiner Hand vom Opfer stammt. Seine Vernehmung dauerte am Dienstagabend nach Polizeiangaben noch an. Die Vorführung beim Haftrichter in Saarlouis wird für heute erwartet.Ein Rechtsmediziner, der sich am Tatort umgeschaut hat, bestätigte den Ermittlern, dass von einem Tötungsdelikt ausgegangen werden muss. Die Obduktion der Leiche in der Homburger Gerichtsmedizin ergab: Die alte Frau wurde erstickt. An ihrem Hals wurden Spuren massiver Gewalteinwirkung gefunden. Zudem hatte sie eine größere Platzwunde am Kopf. Wann genau die alte Frau umgebracht wurde, war gestern noch unklar.