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7. Bouser Hospizwochen beginnen

Sterbebegleitung : Blick hinter die Kulissen des Hospizes St.Barbara in Bous

Fünf Jahre Sankt Barbara Hospiz in Bous: Anfang September starten zum siebten Mal die Bouser Hospizwochen

Die siebte Auflage der Bouser Hospizwochen findet von Dienstag, 8. September, bis Dienstag, 29. September statt. Die Veranstaltungsreihe wurde erstmals 2014 vom Förderverein des St. Barbara Hospizes ins Leben gerufen und erfreut sich seither wachsender Beliebtheit, wie das Hospiz mitteilte. Die Auseinandersetzung mit den Themen der palliativen Versorgung, Tod und Sterben, koste viele Menschen Überwindung. Die Initiatoren der Bouser Hospizwochen laden daher Interessierte in vier aufeinanderfolgenden Wochen ein, sich auf unterschiedliche Art und Weise mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Den Auftakt bildet am 8. September der Spielfilm „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“. Vorgeführt wird der Film um 19 Uhr im Bouser Kino Thalia Lichtspiele. Der arbeitslose Cellist Daigo kehrt in seine Heimat im ländlichen Norden Japans zurück und findet Arbeit bei einem auf „Reisen“ spezialisierten Unternehmen. Da erfährt er die wahre Natur des Geschäfts: Er soll die Körper Verstorbener auf die letzte Reise, sprich: die Beerdigung vorbereiten.

Eine Woche später folgt am Samstagvormittag, 19. September von 10 bis 14 Uhr, ein kostenloser Workshop zum bewussten Umgang mit dem Lebensende – gestaltet von Marie Schroden und Heike Steuer vom Ambulanten Hospiz Völklingen.

Am darauffolgenden Dienstag, 22. September, wird ebenfalls im Bouser Kino Thalia Lichtspiele, um 19 Uhr der zweite Film „Das Beste kommt noch – Le meilleur reste à venir“ vorgeführt. Der Film erzählt von Arthur und César, zwei Freunden, die aufgrund eines Missverständnisses jeweils voneinander glauben, dass der andere todkrank ist. Der Eintritt zu den Kinofilmen kostet je acht Euro. Davon gehen jeweils vier Euro als Spende an das Sankt Barbara Hospiz Bous.

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe gewährt das Team des Sankt Barbara Hospizes am 29. September von 17 bis 20 Uhr einen exklusiven Blick hinter die Kulissen. Im Großen Saal des Caritas SeniorenHaus Bous und des Hospizes Bous stellen sich die Pflegemitarbeiter und Betreuungskräfte sowie ehrenamtlichen Helfer vor und bieten interessante Einblicke in die vielfältigen Therapiemöglichkeiten, die hier für die Hospizgäste und die Angehörigen angeboten werden.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Gisela Rink, erklärt: „Die Hospizwochen tragen dazu bei, die wichtigen Themen, die das Lebensende - den Tod - betreffen, stärker ins Bewusstsein der Menschen zu bringen und Hemmschwellen abzubauen.“

Im Sankt Barbara Hospiz Bous werden Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige in der letzten Lebensphase einfühlsam begleitet und unterstützt. Das Hospiz verfügt über zehn Einzelzimmer und Gemeinschaftsräume. Das Sankt Barbara Hospiz muss – wie jedes stationäre Hospiz – nach gesetzlichen Vorgaben fünf Prozent der laufenden Kosten über Spenden finanzieren. Das sind jährlich rund 60 000 Euro.

Eine Anmeldung zu den Veranstaltungseinheiten ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr unter Tel. (0 68 34) 920 41 58 oder unter nfo@sankt-barbara-hospiz-bous.de möglich.