1. Saarland
  2. Saarlouis

Biogasanlage soll kommen

Biogasanlage soll kommen

Rehlingen-Siersburg. Positiv aufgenommen hat der Umweltausschuss des Gemeinderates von Rehlingen-Siersburg die Planung einer Biogasanlage im Gewerbegebiet Dürrfeldslach in Rehlingen

Rehlingen-Siersburg. Positiv aufgenommen hat der Umweltausschuss des Gemeinderates von Rehlingen-Siersburg die Planung einer Biogasanlage im Gewerbegebiet Dürrfeldslach in Rehlingen. Die Gala-Bau-Energie GmbH, ein Tochterunternehmen des Bundesverbandes der Garten- und Landschaftsbaubetriebe, will eine solche Anlage laut Bürgermeister Martin Silvanus auf der gemeindeeigenen Fläche der Kompostieranlage errichten.Als Betreiber stehe das Niedaltdorfer Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Floratec bereit, das auch seit mehr als zehn Jahren die Kompostieranlage im Auftrag der Gemeinde bewirtschaftet. Vor einer endgültigen Entscheidung des Ausschusses wolle man sich eine vergleichbare Anlage im südwestdeutschen Raum ansehen. Silvanus berichtete dem Ausschuss über eine Biogas-Anlage in Niedersachsen, die in Größe und technischer Bauweise in etwa der in Rehlingen geplanten entspreche. "Geruchs- und Lärmimmissionen sind dort auf eine Entfernung von zehn bis 20 Meter überhaupt nicht wahrzunehmen", sagte er. Entscheidender Grund dafür sei die so genannte Trockenfermentierung. Bei dieser werde die Biomasse, nur Grünschnitt, einjähriges Astschnittgut, Stroh und Ähnliches, unter Luftzufuhr vergoren. Entstehendes Gas werde abgesaugt und in einen Speicher geleitet. Dieses Biogas treibe zwei Generatoren an, die elektrische Energie zur vergüteten Einspeisung ins Stromnetz produzieren. Im Falle einer Realisierung der Biogas-Anlage stehe die Kompostieranlage weiter zur Anlieferung von Grünschnitt zur Verfügung, voraussichtlich mit ausgeweiteten Öffnungszeiten. Mulch- und Kompostprodukte würden nur noch in begrenzten Mengen hergestellt werden. Vielmehr würden die hölzernen Bestandteile des Schnittgutes zu Brennmaterial aufbereitet. Dabei solle zur Trocknung des feuchten Rohmaterials die Abwärme aus der Stromerzeugung sinnvoll genutzt werden. red