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Besuch bei der Tafel in Saarlouis und Dillingen

Tafel : Sonderration für die Tafeln im Kreis Saarlouis

Auftakt der Tafelaktion in Saarlouis und Dillingen. Gesundheits-Staatssekretär Kolling war zu Gast und hatte neben Geld auch Sachspenden dabei.

Bei einem Besuch der Tafel in Saarlouis und Dillingen hat Sozial-Staatssekretär Stephan Kolling am Montagmorgen diese Sozialeinrichtungen als Leuchttürme der Solidarität bezeichnet. Und er kam nicht nur, um im Namen der saarländischen Landesregierung Danke zu sagen, sondern als besonderes Präsent hatte er eine „Sonderration“ an hochwertigen Lebensmittelspenden, aber auch jeweils 2000 Euro für die Gemeinschaftskasse mitgebracht.

So wie in den Tafeln in Saarlouis und Dillingen werde überall im Saarland in diesen Einrichtungen regelrecht im Akkord gearbeitet, um mehreren tausend Menschen regelmäßig mit Lebensmittel-Zuteilungen unter die Arme zu greifen – und das im Regelfall von ehrenamtlichen und zumeist älteren Helfern. „Da muss auch einmal Zeit für eine kleine gemeinsame Feier bleiben, und genau da soll dieses Geldgeschenk helfen“, betonte der Staatssekretär.

„Die Tafel in der Saarlouiser Pavillon-Straße 45 in unmittelbarer Nachbarschaft des Saarlouiser Sozialkaufhauses betreut mit 65 ehrenamtlichen Helfern derzeit um die 200 Nutzer“, erklärte der neue Leiter Wolfgang Mißler, der im Sommer Mitbegründer Konrad Klein abgelöst hatte.

Dank einer tollen Mannschaft laufe es im großen Ganzen ganz gut, auch wenn die Pandemie für zusätzliche Belastungen gesorgt habe. Allerdings werde es zunehmend schwieriger, die dringend notwendigen ehrenamtlichen Helfer zu finden.

Nicht viel anders sieht es bei der Tafel in der Dillinger De-Leoncourt-Straße 9 aus. Wie Heidi Zech erklärte, seit 15 Jahren hier die Leiterin, war man coronabedingt zwischenzeitlich in die Stadthalle umgezogen, ist jetzt aber wieder an alter Wirkungsstätte zugange. Auch hier werden regelmäßig an die 200 Nutzer versorgt, was in der Realität etwa 600 Bedarfsgemeinschaften entspreche.

Wie auch Wolfgang Mißler dankte Heidi Zech nicht nur den ehrenamtlichen Helfern, sondern auch den zahlreichen Sponsoren, darunter neben Globus und anderen namhaften Unternehmen auch Familien, Schulen, Kindergärten, die zuweilen auch mit etwas ausgefalleneren Lebensmitteln aufwarten. „Es ist schön, wenn man neben den notwendigen Grundnahrungsmitteln zuweilen auch etwas für die Seele bekommen kann“, betonte Zech.

 Start der Tafel-Aktion in Saarlouis: Staatssekretär Stephan Kolling (dritter von links) kam nicht mit leeren Händen. 
Start der Tafel-Aktion in Saarlouis: Staatssekretär Stephan Kolling (dritter von links) kam nicht mit leeren Händen.  Foto: Ruppenthal

„Wir brauchen hier jede Hand, denn es gibt viel Arbeit, und wir freuen uns einfach über alles, was wir bekommen können“, betonte sie .