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Ausschuss beschließt digitale Förderung für Einzelhandel in Saarlouis

Hilfe in Saarlouis : Stadt soll Einzelhändler bei Aufbau von Webauftritt fördern

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus hat in seiner Februarsitzung einstimmig den Antrag der Mehrheitskoalition aus CDU, FDP und Grünen auf Förderrichtlinien zur Unterstützung des Einzelhandels und der Dienstleister der Kreisstadt Saarlouis bei der Ausrichtung auf digitale Marketing- und Verkaufsstrategien beschlossen.

Damit ergeht an die Stadtverwaltung der Auftrag, die von der Koalition vorformulierten Förderrichtlinien unter anderem juristisch zu prüfen und so aufzubereiten, dass sie der Stadtrat bei seiner nächsten Sitzung am 18. März verabschieden kann.

Die Förderrichtlinien sollen Saarlouiser Einzelhändler und Dienstleister beim Aufbau einer digitalen Präsenz im Internet per Schulung, technischem Support und finanzieller Hilfe unterstützen. Die Beantragung soll, so sind sich die Antragsteller einig, unbürokratisch und vor allem schnell vonstatten gehen (die SZ berichtete).

Unter anderem sollen Beratungsleistungen für Einzelunternehmen mit 50 Prozent der Kosten, maximal aber 1000 Euro, gemeinschaftliche Initiativen mit maximal 1500 Euro gefördert werden. Für Hard- und Software soll ein Viertel der Kosten erstattet werden, maximal 1750 Euro, bei Gemeinschaftsprojekten maximal 2500 Euro. Wird der Webauftritt oder die mobile Anwendung auf der Plattform der Saarlouiser Stadtwerke meinsaarlouis360.de eingebunden, gibt es zusätzlich 25 Prozent mehr Förderung von der Stadt. Die Fördermittel sollen schnellstmöglich, spätestens aber innerhalb von vier Wochen, ausgezahlt werden. Über die Bewilligung soll der Wirtschaftsförderungsausschuss entscheiden.

OB Peter Demmer unterstrich in der Sitzung, dass er diese Form der Wirtschaftsförderung voll unterstütze und seine Verwaltung nun bis zur nächsten Ratssitzung die von der Koalition formulierten Förderrichtlinien genau prüfen werde, so dass der Rat dann eine Entscheidung treffen könne, die auf rechtlich sicherem Boden stehe.

Im Vorfeld zu dem Antrag hatte Stadtentwickler Horst Rupp für die Verwaltung kurz das Smart-City-Konzept vorgestellt, das unter anderem auch in der Internet-Plattform meinsaarlouis360.de aufgehen soll. Hierbei ist als Schnittstelle zwischen Stadtwerken, Verwaltung und Einzelhandel eine so genannte Smart City GmbH unter ehrenamtlicher Aufsicht durch Verwaltung und Rat geplant. CDU-Fraktionschef Raphael Schäfer betonte in diesem Zusammenhang, dass so ein sicherer Umgang mit den Daten der Plattformnutzer gewährleistet werde: „Bei uns sind die Daten besser aufgehoben.“

Grünen-Fraktionschef Gabriel Mahren betonte ebenfalls, dass darauf zu achten sei, dass die Smart City GmbH demokratisch kontrollierbar ist. Er wies darauf hin, dass die Stadt Saarlouis die einzige in der Region sei, die eine solche Form der Wirtschaftsförderung machen wollen. Zustimmung gab es dafür auch von der SPD-Fraktion und Harald Feit, Vorsitzender des Saarlouiser Verbands für Handel, Handwerk, Industrie und Freie Berufe. Er unterstützt das Projekt: „Wir stehen da hundertprozentig dahinter. Wir müssen den Weg in die digitale Stadt gehen und werden unser möglichstes tun.“

Nun liegt es an der Verwaltung, bis zur nächsten Stadtratssitzung am 18. März eine zustimmungsfähige Beschlussvorlage zu erarbeiten, damit die Förderung möglichst schnell fließen kann.