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Arbeitsmarkt
Zahl der Arbeitslosen sinkt stark

Kreis Saarlouis. (red) Die Frühjahrsbelebung hat im März die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Saarlouis sinken lassen. Mit 5046 lag sie um rund 160 unter dem Februar-Wert und ist gegenüber 2017 deutlich gesunken (minus 13,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote ist auf 4,9 Prozent gesunken (minus 0,8 Prozentpunkte). Das ist im Saarland-Vergleich ein guter Wert. Die Landkreise St. Wendel (3,3 Prozent) und Merzig-Wadern (4,4) stehen noch besser da. Der Saarpfalz-Kreis (5,1), Neunkirchen (7,2) und der Regionalverband Saarbrücken (9,1 Prozent) haben schlechtere Werte.

Im Kreis Saarlouis selbst sieht es so aus: Die Geschäftsstelle Saarlouis (zuständig für Saarlouis, Ensdorf, Bous, Dillingen, Rehlingen-Siersburg, Nalbach, Schwalbach, Saarwellingen, Überherrn, Wadgassen und Wallerfangen) zählte 4310 Arbeitslose (Quote 5,1 Prozent); die Geschäftsstelle Lebach (Lebach und Schmelz) 736 Arbeitslose (4,1).


„Die einsetzende Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt lässt die Arbeitslosenzahlen sinken“, stellt Jürgen Haßdenteufel, Chef der Agentur für Arbeit Saarland, fest. Für die nächsten Wochen rechnet er mit einem weiteren Rückgang. Bereits jetzt sind bei der Agentur für Arbeit deutlich mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber gemeldet.

Bei der Agentur für Arbeit hat sich die Zahl der Arbeitslosen mit aktuell 1950 im Vergleich zu Februar um rund 120 verringert, das waren zehn Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Landkreises ist im März ebenfalls leicht um 33 auf 3094 gesunken, lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 15 Prozent). Etwas mehr als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 230.

Die Unterbeschäftigung lag im Kreis Saarlouis im März mit 8150 Personen um 550 unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 63 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde damit durch Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik um 37 Prozent entlastet.

Im März haben die Unternehmen der Region 600 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, 20 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aktuell sind noch 1800 offene Stellen gemeldet. Besonders gesucht werden weiterhin Mitarbeiter in den Bereichen Kunststoff- und Holzherstellung und -verarbeitung, Metallerzeugung und -bearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Verkehr, Logistik und Fahrzeugführung, Bau, Verkauf, Tourismus und Gastgewerbe sowie medizinische und nichtmedizinische Gesundheitsberufen.



Seit Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober wurden 1200 Berufsausbildungsstellen gemeldet, fast 90 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig suchten 650 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 40 weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im März waren noch 860 Stellen unbesetzt und 330 Jugendliche unversorgt. In vielen Betrieben sind die Einstellungsverfahren derzeit noch nicht abgeschlossen und es bieten sich noch zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten. Die Berufsberatung rät daher Jugendlichen, spätestens jetzt die Angebote zu nutzen.