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Freiwilliges Soziales Jahr
Abitur in der Tasche, aber was dann? FSJ?

Saarlouis.

Die Schulzeit ist vorbei, zwölf Jahre schuften und schwitzen für die allgemeine Hochschulreife, geschafft. Doch was kommt danach? Viele Abiturienten wissen nicht, welche Etappe ihren Lebenslauf als Nächstes zieren wird. Jonas Klein aus Siersburg stand vor demselben Problem. Der damals 18-jährige Abiturient wollte eigentlich naturwissenschaftliche Forensik studieren. Doch dann legte er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ein. .Auf dem Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen hatte er Schwerpunkte auf Biologie und Chemie gelegt. Daher entschied Jonas, sich für das Schülerlabor in Saarlouis zu bedwerben. Benjamin Brück, der Leiter des Schülerlabors, nahm den frischen Abiturienten auf. Brück arbeitet als abgeordneter Lehrer am Schülerlabor, parallel zu dieser Tätigkeit unterrichtet er Schüler am Max-Planck-Gymnasium in Mathematik und Physik. Das Schülerlabor soll Schülern die Möglichkeit geben, aus ihrem Alltagstrott herauszukommen. Bereiche der Chemie, Physik und Biologie werden im Rahmen „technischer Sinnesorgane“ bis zur Funktionsweise eines Lego-Roboters nahegebracht. Brück: „Immer, wenn ich Jonas einen Auftrag gab, sei es im Rahmen des Workshops, eine Tätigkeit mit den Schülern oder einfach das Schreiben eines Protokolls, waren seine Ergebnisse immer meiner Erwartungen entspechend oder besser“.


Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) soll eine Hilfestellung sein, nach der Schule sich in der Berufswelt richtig zu orientieren. Das Schüler-Forschungszentrum Saarlouis ist eine andere Art der Hilfestellung: Es bietet an, Erfahrungen zu sammeln im Bereich von Naturwissenschaft, Mathematik und Technik, im so genannten MINT-Bereich.

Ein FSJ bietet sich für junge Leute von 16 bis 27 Jahre an, die ihre Schulpflicht hinter sich gebracht haben. Es gibt einen kostenlosen Rundumschutz: Damit sind alle FSJler-automatisch in der gesetzlichen Sozialversicherung. Die Arbeitszeit und Vergütung betrifft im Regelfall eine 39 Stundenwoche zu einem Durchschnittswert von 150 Euro. Das sogenannte Taschengeld (Vergütung) ist in seiner Höhe  variabel. Am Beispiel von Jonas wäre die Arbeitszeit gleich, doch wurde ein monatliches Taschengeld von 320 Euro zur Verfügung gestellt.