500 Teilnehmer bei Aktion "24 Stunden schwimmen" für den guten Zweck

Kostenpflichtiger Inhalt: 500 Teilnehmer : Bahn für Bahn für die gute Sache

Eine Wiederholung ist geplant. Denn das erste 24 Stunden-Schwimmen im Aqualouis vom Verein Pro Inklusionsschaukel hatte enormen Zuspruch.

Nach und nach schlüpfen sie ins lauwarme Becken, tauchen in das fast zwei Meter tiefe Nass ein, richten noch einmal die Schwimmbrille und machen sich dann auf zur anderen Seite. Viele weitere folgen ihnen, reihum füllen sich die fünf Bahnen des Schwimmerbeckens im Aqualouis. Wie eine Kette schwimmen Klein und Groß hintereinander her und ziehen Bahn um Bahn, um Gutes zu tun.

Wie viele sich aktuell im Becken tummeln? „Wir haben mit 30 geplant“, sagt Peter Haffner, Vorstand des Vereins Pro-Inklussionsschaukel. Tatsächlich vermutet er, dass sich weitaus mehr im Becken befinden. „Wir mussten den Posten der Bahnenzähler um eins erhöhen“, verrät Haffner, statt einer Person beobachten nun zwei die Sportler und zählen mit, wie viele Bahnen sie schwimmen. Die Nummer auf den Schultern der Teilnehmer hilft ihnen dabei.

Für den guten Zweck lud der Verein Pro-Inklussionsschaukel zu einem 24-stündigen Inklusionsschwimmen ins frisch sanierte Aqualouis ein, knapp 500 Teilnehmer und Besucher folgten dem Ruf. Eine unglaubliche Teilnehmerzahl, weiß Haffner: „Mit dieser Resonanz haben wir nicht gerechnet.“ Unter den Aktiven waren unter anderem Schüler von der Martin-Luther-King-Schule und von der Gehörlosenschule aus Lebach, vom offenen Treff der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und vom Café Courage aus Dillingen sowie zahlreiche DLRG-Ortsgruppen, erzählt Haffner.

Aber auch viele Teilnehmer aus ganz Deutschland seien angereist – und übernachteten im Aqualouis. Die Teilnahme wurde mit einer Medaille gewürdigt, die besten Schwimmer gewannen Pokale. Mit der Schwimmaktion will der Verein das soziale Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung fördern, zudem fließt der Erlös hälftig in die beiden Projekte „Rollstuhlschaukeln für die Stadtteile von Saarlouis“ und „Helft Maya“.

Ein Engagement, das auch Andreas Ehre in zweierlei Hinsicht gerne unterstützt. „Wir sind mit 19 Leuten von der DLRG-Ortsgruppe Siersburg mit dabei“, erzählt Ehre. „Wir bieten auch ein Behindertenschwimmen an und möchten so ein Zeichen setzen.“ Neben der Ortsgruppe ist er auch mit der siebenköpfigen Mannschaft seiner Firma mit dabei. Wer schwimme, werde aufgeteilt. „Klar ist: Es soll in den 24 Stunden immer jemand in Bewegung sein“, sagt Ehre.

Mit dabei ist auch Patrica Hürter, etwa anderthalb Stunden möchte sie mindestens schwimmen. „Von der Veranstaltung hörte ich von der Ehefrau eines Patienten“, erzählt die Krankenschwester, „und da ich regelmäßig schwimmen gehe und aus Saarlouis bin, möchte ich vor Ort helfen“.

Einer der 50 Helfer des Inklusionsschwimmens ist Reiner Bremer: „Ich packe dort an, wo Hilfe benötigt wird“, sagt Bremer, der für den guten Zweck eine Stahlskulptur zur Versteigerung anbietet. „Ich bin sozial sehr engagiert – und mir ist Inklusion wichtig“, sagt er. Haffner ist sicher: „Ohne die Sponsoren und die vielen Helfer, sowohl im Verein als auch bei der Stadt Saarlouis, ginge es nicht“, sagt er und zieht am Ende ein zufriedenes Resümee: „Insgesamt schwammen die Teilnehmer 1113 Kilometer“. Eine Wiederholung werde im nächsten Jahr angestrebt.