Barrierefreiheit: Saarlands Bahnhöfe sind Schlusslicht bei der Barrierefreiheit

Barrierefreiheit : Saarlands Bahnhöfe sind Schlusslicht bei der Barrierefreiheit

(red) Das Saarland ist weiterhin Schlusslicht bei der Barrierefreiheit von Bahnhöfen. Nach Angaben der Allianz Pro Schiene liegt die Quote bei 56 Prozent  – das bedeutet, dass 43 der 77 Bahnhöfe die Anforderungen an Barrierefreiheit nicht erfüllen. Dass es nach jetzigen Berechnungen noch 35 bis 40 Jahre dauern soll, bis alle Bahnhöfe barrierefrei sind, hält der Sozialverband VdK Saarland für unzumutbar. Der Landesvorsitzende Armin Lang fordert daher, den Druck zu erhöhen, damit mehr Investitionen fließen und schneller Umbauten in Angriff genommen werden können. „Menschen mit Handicap können oft kein Auto fahren und sind auf den Zug angewiesen“, betonte Lang.

(red) Das Saarland ist weiterhin Schlusslicht bei der Barrierefreiheit von Bahnhöfen. Nach Angaben der Allianz Pro Schiene liegt die Quote bei 56 Prozent  – das bedeutet, dass 43 der 77 Bahnhöfe die Anforderungen an Barrierefreiheit nicht erfüllen. Dass es nach jetzigen Berechnungen noch 35 bis 40 Jahre dauern soll, bis alle Bahnhöfe barrierefrei sind, hält der Sozialverband VdK Saarland für unzumutbar. Der Landesvorsitzende Armin Lang fordert daher, den Druck zu erhöhen, damit mehr Investitionen fließen und schneller Umbauten in Angriff genommen werden können. „Menschen mit Handicap können oft kein Auto fahren und sind auf den Zug angewiesen“, betonte Lang.

Die Bahn unterscheidet zwischen stufenfreien und barrierefreien Bahnhöfen. Stufenfreiheit bedeutet, dass alle Reisenden ohne fremde Hilfe zum Bahnsteig gelangen können. Das geht dem VdK nicht weit genug, da dies nicht bedeute, auch stufenfrei vom Bahnsteig in einen Zug zu kommen. Barrierefreiheit bedeutet für die Bahn, dass die Bahnsteighöhe dem Zugausstieg entspricht, Aufzüge oder Rampen mit Zwischenpodesten vorhanden sind und dass Brailleschrift (Blindenschrift) sowie ein Wegeleitsystem vorhanden sind.

Die nächsten Umbauten im Saarland sind laut Deutscher Bahn für die Bahnhöfe Eppelborn, Bexbach und Bous (im Rahmen des Sonderprogramms „Zukunfts-Investitionsprogramm des Bundes“) geplant. Außerdem soll der barrierefreie Umbau des Sulzbacher Bahnhofs bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Umgebaut werden sollen zudem die Bahnhöfe Güdingen und Ottweiler. Laut Bahn ist Barrierefreiheit für folgende, bereits stufenlose Bahnhöfe geplant: Blieskastel-Lautzkirchen, Dirmingen, Hanweiler-Rilchingen, Perl, Auersmacher, Bierbach und Bübingen.

Angesichts der bundesweit niedrigsten Quote an barrierefreien Bahnhöfen fordert der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel das Land auf, mehr Mittel in barrierefreie Bahnhöfe zu stecken. In Schleswig-Holstein seien bereits 96 Prozent der Bahnhöfe stufenfrei erreichbar.

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