1. Saarland

Saarlandligisten schlagen sich tapfer

Saarlandligisten schlagen sich tapfer

600 Zuschauer sahen am Sonntag das Halbfinal-Turnier im Saarlandpokal. Mit Gastgeber Handballfreunde Illtal und der HSG Nordsaar setzten sich am Ende die Favoriten durch. Dem TV Merchweiler fehlte im entscheidenden Spiel gegen Nordsaar am Ende die Kraft.

"Ostermontag haben wir jedenfalls was zu tun", sagte Alexander Gabler, Trainer der HSG Nordsaar am Sonntagabend nach dem 24:20-Sieg seiner Handballer gegen den TV Merchweiler. Das lakonische Fazit stand am Ende eines langen Turniertages in der Eppelborner Hellberghalle. Der RPS-Oberligist HF Illtal und die Saarlandligisten DJK Nordsaar, TV Merchweiler und TV Kirkel spielten im Turniermodus um den Einzug ins Pokalfinalturnier am Ostermontag in der Saarbrücker Deckarm-Halle.

Um 14.30 Uhr war das Halbfinal-Turnier bereits gestartet, ziemlich genau sechs Stunden später standen alle Ergebnisse fest. Eine faustdicke Überraschung bekamen die rund 600 Zuschauer nicht zu sehen, wohl aber attraktiven Handballsport und überraschend stark aufspielende Saarlandligisten. Die HF Illtal zogen zwar mit drei Siegen ins Finale ein, doch mussten die gegen den TV Merchweiler (21:18) und die HSG Nordsaar (20:19) durchaus hart erkämpft werden.

HFI-Trainer Steffen Ecker dazu: "Wir wollten uns natürlich fürs Finale qualifizieren, aber der Fokus liegt klar auf den Punktspielen". Im Training habe das Turnier demnach "keine große Rolle gespielt".

Die Illtaler arbeiten derzeit vielmehr im körperlich-konditionellen Bereich, um sich für die Rückrunde zu rüsten, die am 19. Januar beginnt. "Unser Angriffsspiel war daher nicht so filigran", sagte Ecker. Gleichwohl war nicht nur TVM-Trainer Zeljko Rubil "etwas überrascht, dass Illtal heute nicht deutlicher dominiert hat". Das spräche jedoch auch für die Saarlandliga-Mannschaften, so der Kroate.

TVM-Spieler André Holstein, mit 34 Jahren ein Routinier seiner Mannschaft, spitzte es sogar noch zu: "Illtal war heute drauf und dran, sowohl gegen uns als auch gegen Nordsaar zu verlieren. Glück und Pech haben eine große Rolle gespielt."

Die Entscheidung um Platz zwei hinter den HFI und damit das zweite Finalticket fiel wie erwartet dem vorletzten Spiel des Tages zwischen dem TVM und der HSG zu. Der TVM führte schnell mit 3:0, zur Halbzeit nach 20 Minuten stand es jedoch bereits 9:9. Danach drehte Nordsaar die Partie, angetrieben von Jan Böing (sechs Tore), Torsten Zimmer (fünf Tore) und Michael Paschke (vier Tore) und siegte mit 24:20. Gabler: "Ein Spiel auf Biegen und Brechen. Am Ende hatten wir ein paar Körner mehr." Dagegen half auch die bestechende Einzelleistung von TVM-Rückraum Christian Czernickiewitz (acht Tore) nichts. Dennoch würdigten die Anhänger des TVM die geschlossene Mannschaftsleistung mit Applaus und einem gemeinsamen Lied.

So qualifizierten sich am Ende die HF Illtal (sechs Punkte, 72:54 Tore) und die HSG DJK Nordsaar (vier Punkte, 66:55 Tore) für das Pokalfinale. Dort treffen sie auf den RPS-Oberligisten SV 64 Zweibrücken und den Saarlandligisten HG Saarlouis II, die sich tags zuvor beim anderen Halbfinal-Turnier in Diefflen durchgesetzt hatten.

 Gut gefüllte Ränge: 600 Handballfans kamen am Sonntag zum Halbfinalturnier des Saarlandpokals in die Eppelborner Hellberghalle. Und, die Trommeln verraten es: Die Stimmung war bestens.
Gut gefüllte Ränge: 600 Handballfans kamen am Sonntag zum Halbfinalturnier des Saarlandpokals in die Eppelborner Hellberghalle. Und, die Trommeln verraten es: Die Stimmung war bestens.

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