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| 20:46 Uhr

Show in Illingen
„Zum Tanzsport gehört mehr als Kostüme“

Die Neunkircher Gruppe „Die Daaler“ belegte beim Gardetanzfestival in Illingen den ersten Platz in der Kategorie „Jugend Schautanz“.
Die Neunkircher Gruppe „Die Daaler“ belegte beim Gardetanzfestival in Illingen den ersten Platz in der Kategorie „Jugend Schautanz“. FOTO: Andreas Engel
Illingen. Der Landesverband für Garde- und karnevalistischen Tanzsport kürte in Illingen Talente aus der Region. Von Andreas Engel

Die 16. Auflage des Show- und Dance-Festivals des Landesverbandes für Garde- und karnevalistischen Tanzsport im Saarland hat das graue Wetter aus der Illinger Veranstaltungshalle Illipse heraus- und viel Farbe hineingezaubert. Zahlreiche Gardetanz-Freunde waren am Sonntag nach Illingen gekommen. Dort zeigten 16 Gruppen von Vereinen aus dem gesamten Südwesten der Republik ihren Leistungsstand.

Rosemarie Schulze, die mit ihrer Tanzgruppe aus dem rheinland-pfälzischen Heltersbach zum ersten Mal bei einem Festival des in Neunkirchen beheimateten Verbandes mit von der Partie war, unterstrich, dass es „in Illingen in der Illipse schöner als auf den deutschen Meisterschaften ist“. Diese Ansicht teilten offenkundig viele Fans des fastnachtlichen Treibens. Wenngleich die Veranstalter den karnevalistischen Aspekt nicht im Vordergrund einordnen möchten. Für sie (und für die teilnehmenden Vereine) seien die sportlichen Komponenten des Festivals höher und wichtiger einzustufen, wie die Präsidentin des Landesverbandes für Garde- und karnevalistischen Tanzsport, Ulla Karthein, anmerkte.

Die Tanzvorführungen waren dominiert von einfallsreichen Choreografien, phantasievollen Kostümen und perfektem Make-up. „Zum Tanzsport gehört mehr als das Tragen hübscher Schuhe und Kostüme“, so die Präsidentin. Unermüdlicher Trainingsfleiß und große Disziplin sowie Freude an der Tanzkunst seien unabdingbar für die Leistungen auf der Bühne. Und natürlich auch Talent, möchte man hinzufügen.

In verschiedenen Altersgruppen und Disziplinen gingen die Sportler an den Start. Die jüngsten waren gerade mal sechs Jahre alt. Ob alleine auf der Bühne, im Duett oder in der Gruppe, ob Junge oder Mädchen: Die Besucher erlebten ein kunterbuntes Potpourri temperamentvoller und gekonnter Einlagen. Die bevorstehende Fastnachtssession 2018/2019 ist auf jeden Fall gerettet. Die Bewertung der Darbietungen erfolgte durch geschulte Juroren. Pokale und Auszeichnungen gab es für die Sieger jeder einzelnen Disziplin.