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Verkehr
Zeit für den Reifenwechsel

Saarbrücken. Experten beantworten heute zwischen 16 und 18 Uhr Fragen unserer Leser zu dem Thema.

Der SZ-Telefonratgeber beschäftigt sich heute mit dem Thema Reifenwechsel. Die Reifenexperten Sandra Demuth, Tel. (06 81) 5 02 26 20, Stefan Ehl, Tel. (06 81) 5 02 26 21 und Norbert Allgäuer, Tel. (06 81) 5 02 26 23, beantworten zwischen 16 und 18 Uhr Fragen der SZ-Leser. Geklärt werden dabei Fragen wie: Sommerreifen oder Ganzjahresreifen? Worauf sollte man achten? Und: Kann ich meine Winterreifen im Sommer weiterfahren?


Wer mit Winterreifen unterwegs ist, sollte frühzeitig daran denken, mit dem Reifenhändler oder Werkstattbetrieb des Vertrauens einen Termin für den anstehenden Reifenwechsel und gegebenfalls auch für den Neureifenkauf zu vereinbaren. Frei nach der Faustregel „Von O bis O“ („Von Ostern bis Oktober“) wird es im März und April großen Andrang bei den Fachhändlern geben und wer nicht rechtzeitig geplant hat, muss dann längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

 Was unterscheidet eigentlich den Winter- vom Sommerreifen? Es sind vor allem das Profil und die Gummimischung: Der Winterreifen verfügt über zusätzliche Lamellen, feine, meist wellenförmige Profileinschnitte, die eine optimale Verzahnung auch mit verschneiten Oberflächen gewährleisten. Die Laufflächenmischung sorgt dafür, dass der Reifen auch bei niedrigen Temperaturen noch weich und geschmeidig bleibt und gut auf der Fahrbahn aufliegt. Bei sommerlicher Hitze und „kochendem“ Asphalt bietet demnach nur der Sommerreifen mit seiner härteren Gummimischung die nötige Sicherheit und Fahrkomfort. Der Winterreifen käme aufgrund solcher Bedingungen schnell ins Trudeln. „Selbstwechsler“, die ihren Reifen in der heimischen Garage oder Einfahrt zu Leibe rücken, dürfen auf keinen Fall den wichtigen Reifencheck vergessen. Bevor die Sommerreifen montiert und die Winterreifen eingelagert werden, gilt es, sie auf Profiltiefe, Reifendruck, Beschädigungen und Alter zu prüfen – und dann gegebenenfalls neue Reifen zu kaufen.



Der Gesetzgeber schreibt für Sommerreifen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter vor. Experten empfehlen hingegen, schon bei 3 Millimeter einen neuen Reifen aufzuziehen, damit das Fahrzeug einen möglichst kurzen Bremsweg hat. Man misst die Profiltiefe mit einem Profiltiefenmesser oder einer Euromünze: Wenn der goldene Rand der Münze aus einer der Profilrillen herausschaut, wird es höchste Zeit, den Reifen auszutauschen. Den richtigen Reifendruck kann man auf der Innenseite des Tankdeckels oder am Türholm ablesen und dann an der Tankstelle überprüfen und justieren. Über das Alter gibt die sogenannte DOT-Nummer Aufschluss. Es handelt sich um eine vierstellige Ziffer, die auf der Reifenflanke eingeprägt ist und Kalenderwoche und Jahr der Herstellung angibt. Ein Reifen mit der Nummer 2217 wurde also in der KW 22 des Jahres 2017 produziert. Experten raten, Reifen, die älter sind als sechs Jahre, monatlich auf Schäden zu überprüfen, da das Gummi rissig werden kann.