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Zehn Verletzte bei Brand in Kosmetikfirma

Ein Blick auf die 1200 Quadratmeter große Lagerhalle, die gestern in Bruchmühlbach-Miesau gebrannt hat. Foto: Füssler
Ein Blick auf die 1200 Quadratmeter große Lagerhalle, die gestern in Bruchmühlbach-Miesau gebrannt hat. Foto: Füssler
Bruchmühlbach-Miesau. Bei einem Brand in einer Kosmetikfabrik im rheinland-pfälzischen Bruchmühlbach-Miesau (Kreis Kaiserslautern) sind am Donnerstag zehn Menschen verletzt worden. Ein 33-Jähriger erlitt schwere Brandverletzungen am Arm und wurde in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen geflogen. Nach Polizeiangaben war das Feuer gegen 12

Bruchmühlbach-Miesau. Bei einem Brand in einer Kosmetikfabrik im rheinland-pfälzischen Bruchmühlbach-Miesau (Kreis Kaiserslautern) sind am Donnerstag zehn Menschen verletzt worden. Ein 33-Jähriger erlitt schwere Brandverletzungen am Arm und wurde in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen geflogen. Nach Polizeiangaben war das Feuer gegen 12.30 Uhr in einer Lager- und Fertigungshalle des Betriebes ausgebrochen, der unter anderem Cremes und Puder herstellt. Der Geschäftsführer Dieter Szaidel berichtete der SZ, dass der Brand in der 1200 Quadratmeter großen Halle mutmaßlich an einer Pulvermischmaschine ausgebrochen sei. Dort sei auch der verletzte 33-Jährige zum Unglückszeitpunkt beschäftigt gewesen. Die übrigen neun verletzten Mitarbeiter erlitten offenbar bei dem Versuch, das Feuer zu löschen und Paletten ins Freie zu schaffen Rauchgasvergiftungen. Vier Mitarbeiter kamen ins Krankenhaus.


Nach Auskunft von Jürgen Weber, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau, habe es in den letzten fünf bis sechs Jahren bereits bis zu sechs Mal in der Kosmetikfirma gebrannt. "Bei den Maschinen und Stoffen, die da verarbeitet werden, ist das aber nichts Außergewöhnliches. Der Besitzer der Firma hat seine Brandschutzmaßnahmen auch auf den neuesten Stand gebracht, sein Personal in Brandschutz geschult und einen Brandschutzbeauftragten, der für ihn arbeitet", erklärte Weber.

Geschäftsführer Szaidel bezifferte den entstandenen Sachschaden auf 400000 bis 500000 Euro. Endgültige Aussagen zur Brandursache erwartet die Polizei im Laufe des heutigen Tages. Gestern habe die Halle nur mit schwerem Atemschutz betreten werden könne, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Umwelt-Belastungen, die eine Gefährdung von Menschen darstellten, seien nicht festgestellt worden, berichteten die Beamten. toh/pg