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Zebras versüßen Wroblewski den AbschiedDer TuS Neunkirchen vergibt den Meistertitel in der Oberliga

Homburg. Der Jubel war überschäumend, auch wenn es statt stilechter Bierdusche nur Sprudelduschen gab. Samstagabend, 21.15 Uhr. Gleich nach Abpfiff der Begegnung fielen sich die Zebras in die Arme und feierten ihren 33:29-Sieg über den TV Homburg ähnlich einem Titelgewinn Von SZ-Mitarbeiter Marcus Septimus

Homburg. Der Jubel war überschäumend, auch wenn es statt stilechter Bierdusche nur Sprudelduschen gab. Samstagabend, 21.15 Uhr. Gleich nach Abpfiff der Begegnung fielen sich die Zebras in die Arme und feierten ihren 33:29-Sieg über den TV Homburg ähnlich einem Titelgewinn. Tatsächlich bedeuteten die zwei Punkte auf dem hölzernen Parkett den definitiven Klassenerhalt für Handball-Oberligist HF Illtal. "Wir waren bis unter die Haarspitzen motiviert, wollten in der brenzligen Ligasituation das Nötige zu tun und zudem unserm Trainer den Abschied versüßen", erklärte Spielmacher Sebastian Hoffmann, der mit sechs Treffern und klarer Linie maßgeblich zum Sieg seiner Mannschaft beitrug. Für Spielertrainer Krzysztof Wroblewski war es das letzte Auswärtsspiel mit seinen Zebras, ehe er die Mannschaft am kommenden Samstag, in Eppelborn gegen Moselweiss, zum allerletzten Mal betreuen wird. Spielen konnte Wroblewski auf Grund einer Ellenbogenverletzung nicht. Da auch Daniel Sinnwell nur bedingt einsatzfähig war (dennoch traf er vier Mal), fehlten zwei Linkshänder. Oliver Zeitz musste auf Halbrechts ran. Zeitz: "Ich habe die Spielzüge von der Position aus trainiert". Wroblewski: "Oli ist ein exzellenter Werfer auf allen Paletten." Am Ende war er trotz fremder Position mit sieben Toren (zwei Siebenmeter) gar effektivster Spieler des Abends. Großes Lob fand Wroblewski auch für Kreisläufer Miodrag Jelicic (fünf Tore) und Tormann Markus Weber: "Jetzt sehe ich langsam die Früchte meiner Arbeit. Speziell die Abwehr stand heute exzellent, gestützt von einer tollen Torwartleistung. Und auch Micky war spielentscheidend, er blüht derzeit richtig." Jelicic sagte: "Ich will beweisen, dass ich noch nicht zum alten Eisen gehöre." In der ersten Halbzeit gelang es keiner Mannschaft, sich vorentscheidend abzusetzen. Zwar führten die Zebras zwischenzeitlich mit fünf Toren (15:10, 25. Minute), zur Halbzeit stand es jedoch nurnoch 17:15 für die Gäste. In den zweiten 30 Minuten übernahmen die Zebras dann zunehmend die Feld- und Lufthoheit. Homburg gelang nach dem 16:19 in der 35. Minute über ganze zehn Minuten kein einziges Feldtor mehr. Treffer vom Siebenmeterstrich, am Ende ganze sieben, hielten sie dennoch im Spiel. In der 52. Minute, als Sebastian Hoffmann den 30. Treffer für seine Zebras erzielte, war das Spiel beim Stand von 30:25 bereits fest in Illtaler Hand. "Wir haben verdient gewonnen, haben eine gute Abwehr gespielt und im Angriff die Räume der 5-1 Deckung sehr gut genutzt", sagte Hoffmann. Neunkirchen. Den Aufstieg in die Regionalliga hatten sie schon seit vier Wochen in der Tasche, die Meisterschaft blieb den Handballfrauen des TuS 1860 Neunkirchen allerdings versagt. Am letzten Saisonspieltag der RPS-Oberliga kassierte der Tabellenzweite am Samstag im Spitzenspiel bei dem um einen Punkt besseren Tabellenführer HBC Bascharage eine 24:32-Niederlage. Der Meistertitel geht an die Mannschaft aus Luxemburg, die aber nicht aufsteigen darf. "Der Spielverlauf war eindeutig", musste Co-Trainer Karl-Heinz Bender einräumen, "denn Bascharage war an diesem Abend bärenstark".Für die Neunkircher Mannschaft stand die Partie von vornherein unter einem schlechten Stern, auf Grund der mangelnden Ortskenntnis des Busfahrers kamen die Gäste erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn an der Halle in Bascharage an. Im Spiel waren die Gastgeberinnen "von Beginn an unheimlich motiviert" und lagen schon nach zehn Minuten mit 8:4 in Führung, die sie nicht mehr abgaben. Zur Pause stand es 16:11 "und man hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel noch drehen oder gewinnen könnten", gestand Bender ein. Vor allem habe die Mannschaft zu keiner Zeit Andy Janics, die Spielmacherin des Spitzenreiters, in den Griff gekriegt, die allein 19 Tore ihrer Mannschaft erzielte. hebDie TuS-Tore: Aleksandra Jelicic 8/2, Anja Severin 3, Sarah Schumacher, Desiree Miroldt, Theresa Stolz, Nathalie Hochscheid, Karoline Gawron und Nadine Dibbern je 2, Nadine Bold 1.